Kanton Solothurn

30 Schlafmäuse gesichtet, aber keine Gartenschläfer: Naturmuseum setzt eine Belohnung für den Nachweis aus

Der Gartenschläfer ist ein naher Verwandter des Siebenschläfers. (Archivbild)

Der Gartenschläfer ist ein naher Verwandter des Siebenschläfers. (Archivbild)

Beim Naturmuseum Solothurn sind 30 Beobachtungen von Schlafmäusen eingegangen. Gartenschläfer wurden noch nicht gesichtet. Für den Nachweise dieser Art wird daher sogar eine Belohnung ausgesetzt.

Im Spätsommer hat das Naturmuseum Solothurn die Bevölkerung zur Mithilfe aufgefordert: Wer im Garten, im Estrich oder bei einem Spaziergang eine Schlafmaus – also einen Siebenschläfer, eine Haselmaus oder einen Gartenschläfer – beobachtet, die oder der soll den Moment mit einem Bild festhalten, und die Beobachtung mit dem Naturmuseum Solothurn teilen. Dies, weil das Naturmuseum im Rahmen eines Projektes herausfinden will, in welchen Gebieten des Kantons Solothurn und des Berner Juras die Tiere heute verbreitet sind.

Laut dem Museum existieren bisher nur wenige Daten dazu, in welchen Gebieten der Region die Tiere verbreitet sind. Die neugewonnenen Informationen sollen für den Schutz und Fördermassnahmen dieser Arten eingesetzt werden.

Eine Belohnung für Beobachtungen ausgesetzt

Bisher sind beim Naturmuseum 30 Meldungen von Beobachtungen eingegangen, schreibt das Naturmuseum in einer Mitteilung. «Viele Meldungen betreffen Siebenschläfer – und das aus Gebieten, wo die Art seit langem nicht mehr oder gar nie nachgewiesen worden ist», heisst es in der Mitteilung. «Was dem Naturmuseum Solothurn besonders gefällt sind die vielen Filme, Fotos und Geschichten, die mit der Beobachtungsmeldung mitkommen».

Noch keine Bilder und Videos habe man bisher vom Gartenschläfer erhalten, so das Museum weiter. «Zwar ist er die farbenfrohste Schläferart in unseren Gefilden und mit seiner schwarzen, banditenhaften Gesichtszeichnung ist er unverwechselbar», schreibt das Museum. Beobachtet werde er im Solothurner und im Berner Jura aber selten, der letzte «verbriefte» Nachweis für die Existenz der Gartenschläfer in der Region stamme aus dem Jahr 1919. «Das Museum hat daher eine Belohnung für den Nachweis dieser Art ausgesetzt», so das Naturmuseum. Aktuell ist der Zeitpunkt für mögliche Beobachtungen gut: Die Tiere sind in den kühlen Tagen auf der Suche nach einem Winterquartier.

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Autor

Rebekka Balzarini

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