Kantonsratswahlen

30 Frauen sitzen in der neuen Legislatur im Kantonsrat

Neu stellen die Frauen 30 von 100 Kantonsräten.

Neu stellen die Frauen 30 von 100 Kantonsräten.

19 bisherige Politikerinnen stehen 11 neuen Gesichtern gegenüber. Keine einzige bisherige Kantonsrätin wurde abgewählt. Und: Viele Frauen erzielten ein Top-Resultat.

Das Solothurner Parlament wird weiblicher. Politisierten in der vergangenen Legislatur 26 Frauen im Kantonsrat sind es neu 30. In dieser Zahl spiegelt sich ziemlich exakt der Frauenanteil auf den Kandidatenlisten, der über alle Parteien hinweg bei gut 29 Prozent lag.

Auffallend ist besonders auch der hohe Frauenanteil unter den neu gewählten Politikern. So stellen die Frauen immerhin elf der insgesamt 28 neuen Kantonsparlamentarier, was einem Frauenanteil von 39,3 Prozent entspricht. Die elf neu gewählten Frauen machen den Rücktritt von sieben bisherigen Kantonsrätinnen mehr als wett – zumal keine einzige Frau abgewählt worden ist.

Wählende wünschen sich mehr Frauen

Die Zeit dürfte damit langsam aber sicher der Vergangenheit angehören, in der es kandidierende Frauen schwer hatten, einen Sitz im Parlament zu ergattern. Die Wählenden wünschen sich offenbar mehr Frauen im Parlament – oder auch in der Regierung, wie dies das gute Abschneiden der grünen Brigit Wyss im ersten Regierungsratswahlgang zeigt.

Frauen ergattern Spitzenplätze

Die Frauen rutschen zudem nicht einfach noch gerade so in den Kantonsrat. Sie erzielen vielmehr häufig ein Top-Resultat. FDP-Kantonsrätin Marianne Meister machte in der Amtei Bucheggberg-Wasseramt mit 7990 Stimmen das beste Resultat aller Gewählten.

In mehreren Amteien holten Frauen zudem die meisten Stimmen für ihre Partei. SVP-Kantonsrätin Colette Adam liegt mit 6539 Stimmen an der Spitze der SVP-Liste Bucheggberg-Wasseramt. Die SP-Kantonsrätinnen Fränzi Burkhalter (5609) sowie Christine Bigolin (5047) führen die SP-Liste der Amtei Bucheggberg-Wasseramt an. In der Amtei Solothurn-Lebern trifft das gleiche auf die SP-Kantonsrätinnen Franziska Roth (5656) und Anna Rüefli (4554) zu.

In allen Teilen des Kantons

In der FDP Thal-Gäu belegen Karin Büttler (4125) und Rosmarie Heiniger (3598) die Spitzenplätze. Die Gewählten der CVP Thal-Gäu werden von Sandra Kolly (4656) angeführt. SP-Kantonsrätin Susanne Schaffner (6013) schaffte in der Amtei Olten-Gösgen das beste Ergebnis der Genossen. In der FDP Olten-Gösgen liegt Verena Enzler (6711) an erster Stelle. Und in der Amtei Dorneck-Thierstein schliesslich erzielten SP-Kantonsrätin Evelyn Borer (3653) und CVP-Kantonsrätin Susanne Koch (3229) das jeweils beste Resultat ihrer Parteien.

Bürgerliche holen auf

Vergleicht man den Frauenanteil in den Parteien, liegen die Grünen mit vier Frauen von insgesamt sieben Kantonsräten an der Spitze. Bei exakt 50 Prozent liegt der Frauenanteil bei der GLP mit total vier Gewählten. Bei der SP stehen sieben Frauen zwölf Männern gegenüber. Die eigentliche Überraschung bildet die CVP mit immerhin acht Frauen von total 22 Kantonsräten. In der FDP-Fraktion politisieren sieben Kantonsrätinnen und 19 Kantonsräte. Bei der SVP sind von 19 Gewählten gerade mal zwei Frauen. Die BDP entsendet einzig zwei Männer in den Kantonsrat.

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