Coronavirus
3’100 Solothurner sind geimpft – Online-Anmeldung lässt auf sich warten

Im Kantonalen Impfcenter wurden in der ersten Woche über 1300 Personen geimpft. Im ganzen Kanton waren es über 3000. Die Infoline funktioniert unabhängig vom System der Verwaltung. Noch wartet der Kanton auf die Online-Anmeldung des Bundes.

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Die Nachfrage nach einer Coronaimpfung war sehr gross. (Archiv)

Die Nachfrage nach einer Coronaimpfung war sehr gross. (Archiv)

Hanspeter Bärtschi

Über 1300 Termine im Kantonalen Impfcenter in der Rythalle in Solothurn sind in der ersten Woche vergeben worden. Mitte Woche war noch von 1100 Personen die Rede. Entsprechend der Impfstrategie des Bundes werden in der ersten Phase zuerst die über 75-jährigen Personen und Hochrisikopatienten geimpft.

Dabei hätten noch viel mehr Personen geimpft werden können. «Das grosse Bedürfnis und das Interesse der Bevölkerung überstieg das maximal mögliche Impfangebot bei weitem», sagt David Kummer, Fachstab Pandemie im Gesundheitsamt.

Bereits ist das Impfcenter von der Turnhalle und den vier Impfstationen in die Rythalle mit deren zehn gezügelt. Das heisst aber nicht, dass nun die Kapazität ausgebaut werden kann. «Die Notwendigkeit eines jederzeit möglichen Kapazitätsausbaus ist in erster Linie abhängig vom verfügbaren Impfstoff», betont Kummer. Das Angebot werde in Abhängigkeit des Impfstoffs täglich angepasst.

Nicht nur in der Rythalle wurde geimpft. In der ersten Impfwoche besuchten die mobilen Impfteams des Kantons bereits 28 von insgesamt 47 Alters- und Pflegeheimen, rund 1'800 impfbereite Personen wurden so versorgt. Die Erstimpfungen für diese besonders gefährdeten Personen werden im Januar abgeschlossen werden können.

Kanton wartet auf Online-Anmeldung des Bundes

Nach dem holprigen Start der Infoline Anfang Woche, der für viel Kritik und Ärger sorgte, und der Überarbeitung am Mittwoch, ging die Hotline am Donnerstag wie geplant um 8 Uhr in Betrieb. «Die Tonqualität war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz wunschgemäss, was aber im Verlauf des Tages verbessert werden konnte», teilt David Kummer mit.

Die Hotline 032 627 51 11 sei nun ins Netz der Swisscom ausgelagert worden. Damit sei nun die gesamte Last der ankommenden Anrufe – dies können bis zu 10'000 pro Tag sein – auf der Swisscom Zentrale und die Linien der kantonalen Verwaltung seien dadurch wieder entlastet.

Als zusätzliche Anmeldemöglichkeit und zur Entlastung der Infoline ist eine Online-Anmeldung in Planung. Hier wird aber nicht auf eine eigene Lösung zurückgegriffen. «Der Kanton Solothurn hat sich auf die vom Bund entwickelte Anwendung ausgerichtet, welche die elektronische Anmeldung, Terminvergabe und Impfdatenverwaltung ermöglicht», so Kummer. «Diese Anwendung wird unverzüglich in Betrieb genommen, sobald sie verlässlich zur Verfügung steht.» (ldu)

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