Schweizerisches Rotes Kreuz
«2× Weihnachten» – Koordinatorin Renata Pfeiler erklärt die Hilfsaktion

Das gemeinsame Projekt des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK), der Post und der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG sammelt schweizweit Pakete für hilfsbedürftige Familien im In- und Ausland. Das gibt auch beim SRK des Kantons Solothurn zu tun. Die Koordinatorin Renata Pfeiler erklärt die Hilfsaktion.

Isabel Hempen
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Renata Pfeiler, Leiterin der SRK-Regionalstelle in Olten und Koordinatorin von «2× Weihnachten» im Kanton Solothurn, ist zufrieden.

Renata Pfeiler, Leiterin der SRK-Regionalstelle in Olten und Koordinatorin von «2× Weihnachten» im Kanton Solothurn, ist zufrieden.

Remo Fröhlicher

Während unsereiner über die Feiertage dem süssen Nichtstun frönt, geht beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) die Arbeit erst richtig los. Am 24. Dezember startete zum zwanzigsten Mal die Aktion «2× Weihnachten», die bis zum 7. Januar 2017 dauert.

Das gemeinsame Projekt des SRK, der Post und der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG sammelt schweizweit Pakete für hilfsbedürftige Familien im In- und Ausland. Das gibt auch beim SRK des Kantons Solothurn zu tun.

Renata Pfeiler, Leiterin der SRK-Regionalstelle in Olten und Koordinatorin von «2× Weihnachten» im Kanton, betreut das Projekt bereits zum sechsten Mal.

Und was passiert dann?

Die eingegangenen Bestellungen übermitteln die Kantonalverbände an die Zentrale. Die Pakete, die in den Lagerhallen des SRK in Wabern zwischen dem 24. Dezember und dem 7. Januar eingehen, werden während Wochen und mit der Hilfe von vielen Freiwilligen ausgepackt und sortiert.

«Dabei fällt auch immer ganz viel Abfall an», erzählt sie – angefangene Mehlpakete, angebrochene Duschmittel, 30 Jahre alte Schreibutensilien etwa. «Die Leute meinen es gut», ist sie überzeugt. Dennoch gebe das SRK inzwischen Empfehlungen ab, welche Artikel sinnvollerweise ins Päckli kommen: nicht verderbliche Lebensmittel, Hygiene- und Toilettenartikel, Schulmaterial, neue Kinderschuhe.

Seit diesem Jahr können vorbereitete Pakete im Wert von 20, 50 oder 100 Franken auch über coop@home versandt werden. Anschliessend wird rund die Hälfte der Spenden gemäss den Bestellungen an die Kantone ausgeliefert.

Im Kanton Solothurn wird dies am 9. März 2017 der Fall sein. «Wir erhalten jedes Jahr Kartonschachteln mit rund 12 Tonnen Material», meint Pfeiler beeindruckt. Deren Lagerung erfordert ebenfalls eine Halle. In den letzten Jahren waren es Lagerhallen im Bally-Park Schönenwerd, bei einer Metallbaufirma in Fulenbach oder dem Gerolag Center in Olten.

Das SRK ist darauf angewiesen, dass es diese während rund drei Wochen gratis oder möglichst günstig nutzen kann. Die Firma Oltech sortiert die Waren dann, stellt sie gemäss den Bestelllisten zusammen und liefert diese an die Organisationen aus. Diese wiederum verteilen sie an ältere Menschen, Familien mit vielen Kindern, Armutsbetroffene und in den letzten Jahren vermehrt auch Flüchtlinge.

Die andere Hälfte der Spenden geht an bedürftige Personen ins Ausland: nach Armenien, Bosnien, Moldawien und Weissrussland. An den Kosten des Projekts beteiligen sich auch die Kantonalverbände. «Pro Kilo erhaltener Ware bezahlen wir einen Unkostenanteil; jährlich beteiligt sich unser Kantonalverband mit rund 6500 Franken an der Aktion», sagt Pfeiler.

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