Solothurn West/Bellach
2700 Meter Trassee ersetzt: SBB-Bauarbeiten sind pünktlich fertig

Innert nur fünf Wochen wurde zwischen Solothurn-West und Bellach ein neues Gleis erstellt. Nach einigen Anpassungen soll auch der Bahnersatz zufriedenstellend funktioniert haben.

Urs Mathys
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Voller Einsatz im 24-Stunden-Betrieb.

Voller Einsatz im 24-Stunden-Betrieb.

Michel Lüthi

Wie die einst sprichwörtliche Pünktlichkeit der SBB: Wie geplant, kann das Bahnunternehmen den Totalersatz des südlichen der beiden Gleise an diesem Wochenende abschliessen. «Bis Samstag könnten die Hauptarbeiten abgeschlossen werden», heisst es von SBB-Mediensprecher Martin Meier auf Anfrage.

Und: «Ab Betriebsbeginn am Sonntag, 26. Juli, fahren die Züge auf der Jurasüdfuss-Strecke wieder normal.» Gleichzeitig könne auch der während der Bauarbeiten praktizierte Einspurbetrieb aufgehoben werden. Laut Meier werden noch bis Ende August diverse Nacharbeiten auszuführen sein: «Dabei geht es um Deinstallationsarbeiten an den Bahnhöfen Selzach, Bellach, Solothurn Allmend und Solothurn West sowie auf der Strecke.

Vom 20. Juni bis 25.Juli werden die Gleise zwischen Solothurn Allmend und Selzach saniert.
19 Bilder
Im Zentrum steht eine monströse Maschine
Bauarbeiten der SBB zwischen Solothurn und Grenchen
Er schaufelt Schotter und befördert es auf Förderbänder. Der Grossteil des Schotters kann aufgearbeitet und wiederverwendet werden
Hier kommt neues Kies
Auf 700 Metern wird der obere Schotter saniert.
Auf 2000 Meter von der Haltestelle Allmend bis Bellach Industrie wird der gesamte Unterbau erneuert.
Neues Vlies wird verlegt

Vom 20. Juni bis 25.Juli werden die Gleise zwischen Solothurn Allmend und Selzach saniert.

Michel Lüthi/bilderwerft.ch

Im 24-Stunden-Betrieb 2700 Meter Trassee ersetzt

Dass der Zeitplan eingehalten werden konnte, liegt gemäss Angaben des SBB-Sprechers «nicht zuletzt an den meist günstigen Witterungsverhältnissen und dem vorbildlichen Einsatz der internen und externen Mitarbeitenden». Tatsächlich standen im 24-Stunden-Dauerbetrieb jeweils zwischen 20 und 30 Männer im Einsatz, die auf der 2700 Meter langen Strecke rund 5500 Meter Schienen und 4530 Schwellen verlegten und dabei 7500 Tonnen Schotter und 11500 Tonnen Kiessand verarbeiteten.

Während der Bauarbeiten war der nur eingleisig geführte Bahnbetrieb massiv eingeschränkt.

Der in dieser Zeit eingesetzte Bahnersatz mit Bussen habe praktisch ohne Probleme funktioniert, bilanziert Martin Meier. Er räumt ein, dass es anfänglich einige kritische Reaktionen der Kundschaft gegeben habe, da das Ersatzangebot wohl noch zu wenig bekannt gewesen und zum Teil auch die Anschlusszeiten zu kurz bemessen gewesen seien.

Auf diese Kundenreaktionen habe die SBB reagiert und das Konzept wo nötig verbessert. Konkret seien dafür die Anschlusszeiten von Zug auf Bus verlängert worden. Offenbar mit Erfolg: Anschliessend, so Meier, hat sich «das Ganze eingespielt und wir haben keine negativen Rückmeldungen mehr erhalten».