Rekordverdächtige 290 Stimmberechtigte Jägerinnen und Jäger, sowie 29 Gäste − darunter Ständerat Roberto Zanetti und Nationalrat Christian Imark – besuchten die Generalversammlung von Revierjagd Solothurn (RJSo) in Schnottwil.

Mit Blick auf die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit bereiten die Finanzen von Revierjagd Solothurn Sorgen. Eine echte Reserve besteht nicht. Das «Bijou» für die Öffentlichkeitsarbeit, der Wald-Wild-Wissen-Wagen, weist ein zunehmendes Defizit aus.

Zur längerfristigen Sicherung des Budgetausgleichs beantrage der Vorstand eine Erhöhung der Jahresbeiträge um 100 Franken pro Jagdgesellschaft. Roland Flury, Delegierter für Finanzen, erklärte: «Defizitär ist der Wald-Wild-Wissen-Wagen aus verschiedenen Gründen: Anschaffung Präparate, Unterhalt usw. Eine Erhöhung ist deshalb unumgänglich. Im Gegenzug können die Jagdgesellschaften den Wagen in Zukunft kostenlos benutzen.»

Der Antrag von Ehrenmitglied Roland Büchler, den Beitrag um 150 Franken zu erhöhen, wurde nicht zur Abstimmung gebracht, weil dadurch Jagdgesellschaften mit nur wenigen Jägern benachteiligt würden. Schliesslich wurde der Erhöhung um 100 Franken bei fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung zugestimmt.

Aufruf zu aktiver Hegearbeit

Als erstes wurde Jürg Froelicher, kantonaler Oberförster und langjähriger Chef Amt für Wald, Jagd und Fischerei des Kantons geehrt. Er wird Mitte Jahr in den Ruhestand gehen. Revierjagd Solothurn-Präsident Kurt Altermatt erklärte: «Auch wenn wir Jäger mit den Förstern nicht immer gleicher Meinung gewesen sind, haben wir doch mit Jürg Froelicher immer eine sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit gehabt.»

In Schnottwil konnten nicht weniger als 23 neue Jungjägerinnen und Jungjäger bei Revierjagd Solothurn willkommen geheissen werden: Drei Frauen und 20 Männer haben die anspruchsvolle Ausbildung absolviert und die Prüfungen bestanden. «Holt das grosse Wissen ab, das bei euren erfahrenen Weidgefährten vorhanden ist. Macht mit und packt an bei der Hegearbeit und bei der Jagd. Lebt Eure Passion!», ermunterte Kurt Altermatt die neuen Mitglieder.

Mit Stefan Glättli verlässt ein Jäger den Vorstand von Revierjagd Solothurn, der massgeblichen Einfluss auf die Neugestaltung der Jagdausbildung hatte. Glättli hat das neu geschaffene Amt «Jagdausbildung» im 2012 angetreten und in kürzester Zeit die heutige Ausbildung für die Solothurner Jungjäger aufgebaut. «Die Module sind auf dem richtigen Niveau für das Absolvieren der Jagdprüfung und wir erhalten von anderen Kantonen für die Jungjägerausbildung gebührende Anerkennung», verdankte Präsident Altermatt lobend die grosse und erfolgreiche Arbeit Glättlis. Dessen Nachfolger ist mit Roland Fringeli bereits bestimmt.

Weil Daniel Hiltbrunner in Zukunft als neuer Präsident der Prüfungskommission amten wird, trat er als Revisor zurück. Mit Fabian Berger konnte dieser Posten neu besetzt werden.

Franz Koch neues Ehrenmitglied

Einstimmig wurde Franz Koch, der abtretende Präsident der Vereinigung der Thaler Jäger, zum Ehrenmitglied ernannt. Während acht Jahren vertrat er die Thaler Jäger im Vorstand und belebte die Arbeit des Vorstandes konstruktiv.

Verbandspräsident Kurt Altermatt verdankte Franz Koch die «engagierte achtjährige Führung der Thaler Jäger und die tolle Zusammenarbeit im Vorstand RJSo». Untermalt wurde der Anlass von den Jagdhornbläsern Buechibärg, Leitung Ueli Haas.