Gault Millau

21 Restaurants im Kanton Solothurn gehören zu den Besten

Der neue Gault-Millau-Restaurantführer führt 21 Restaurant aus dem Kanton Solothurn. Aufgestiegen sind das «Martin» in Flüh und das Restaurant Zum Alten Stephan in Solothurn. An der Spitze hat sich nichts verändert.

Wenn der «Hummer im Kohlrabimantel mit Orangen-Ingwer-Emulsion» für einen kulinarischen Paukenschlag sorgt oder die «Creme von geräucherten Felchen in zarter Hüppe» das perfekte Händchen des Kochs beweist, läuft einem nur schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen. Gut, dass man für die im neuen Gault Millau 2019 beschriebenen Menüs nicht weit reisen muss. Denn im Kanton Solothurn werden viele kulinarische Höhepunkte geboten.

Gleich vier Küchenchefs wurden vom Gastroführer mit 17 Punkten prämiert. Das will was heissen, denn die Bestnote von 20 wurde in der Schweiz noch nie vergeben und gerade mal sechs Restaurants erhielten landesweit 19 Punkte.

Hier erleben Sie kulinarische Höhenflüge.

Von den insgesamt 850 getesteten Lokalen sind 21 aus dem Kanton vertreten. Die grösste Dichte befindet sich in Solothurn, wo gleich vier Lokale vom Gault Millau ausgezeichnet wurden. Neben dem Kantonshauptort ist Flüh im Schwarzbubenland die beste Adresse für Feinschmecker: Gleich zwei Restaurants wurden vom Gastroführer mit Lob überschüttet. In den Städten Olten und Grenchen konnte sich dagegen jeweils nur ein Lokal auszeichnen.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist quantitativ ein leichter Rückgang zu verzeichnen – für 2018 waren noch 23 Solothurner Restaurants aufgeführt. Die «Sonne» in Gunzgen und das «La Tourelle» in Solothurn sind dieses Jahr aus dem illustren Kreis der bewerteten Restaurants gefallen. An ihrer Stelle haben keine neuen Betriebe den Sprung nach oben geschafft. Dafür konnten zwei Küchen jeweils einen Punkt zulegen im Vorjahresvergleich. Das Restaurant Zum Alten Stephan in Solothurn hat sich von 14 auf 15 Punkte verbessert. Das «Martin» in Flüh wird neu mit 16 Punkten geführt.

Alte Bekannte an der Spitze

An der kulinarischen Spitze des Kantons halten sich vier etablierte Küchenchefs mit je 17 Punkten. Reto Lampart kocht im «Lampart’s» in Hägendorf. Jörg Slaschek zeichnet im «Le Feu» im Attisholz für die Küche verantwortlich. Patrick Zimmermann sorgt in der «Säge» in Flüh für Gaumenfreuden und Arno Sgier schwingt seit mehr als zwei Jahrzehnten in der «Traube» in Trimbach den Kochlöffel. Dahinter platziert sich das «Martin» in Flüh mit 16 Punkten. Aufsteiger Martin Möller drehe in seinem vierten Jahr so richtig auf, schreibt der Restaurantführer und kommt beim Testbesuch zum Schluss: «Es stimmte bis aufs letzte Salzkorn einfach alles.»

15 Punkte erreichen die «Brücke» in Niedergösgen, das «Chappeli» in Grenchen, das «Cheminée» im Gasthof Kreuz in Egerkingen, der «Hirschen» in Erlinsbach und das Restaurant Zum Alten Stephan in Solothurn. Ihre 14 Punkte erfolgreich verteidigt hat die «Eintracht» in Kestenholz. Gleiches gilt für das Restaurant La Cuisine im Storchen in Schönenwerd, den Landgasthof Kreuz in Obergösgen und das «Salzhaus» in Solothurn.

Fünf Küchen werden vom neuen Gault-Millau-Führer mit 13 Punkten bewertet: Das «La Couronne» in Solothurn, das «Limpach’s» in Aetingen, das Romantik Hotel Sternen in Kriegstetten sowie die «Taverna Romana» im «Sternen» in Hessigkofen und der «Salmen» in Olten.

Auf 12 Punkte kommen die «Seerose» in Bolken und das «Baseltor» in Solothurn.
Wer ein neu aufgenommenes Restaurant entdecken will, muss aber nicht weit über die Kantonsgrenze hinaus reisen. Denn im bernischen Leuzigen wurde der «Gheimtipp - Der Essbahnhof» mit 13 Punkten neu aufgenommen. Ebenfalls nah an der Kantonsgrenze befindet sich das «Il Grano» in Büren an der Aare, das dieses Jahr um einen Punkt auf deren 14 abgewertet wurde.

Bewertet werden vom Gault Millau unter anderem die Qualität und Frische der verwendeten Produkte sowie die Kreativität und Professionalität der Zubereitung. Als Schweizer Koch des Jahres 2019 wurde übrigens Heiko Nieder vom «Dolder Grand» in Zürich ausgezeichnet.

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