2. Liga Inter
Der Letzte gibt sich nicht so leicht geschlagen: Wangen bei Olten bietet dem Leader über eine Stunde Paroli

Kein Coup gegen den Tabellenführer der 2. Liga inter: Der FC Wangen bei Olten steht auch nach acht Runden mit null Punkten da. Leicht machten es die Wangner dem Leader FC Rotkreuz aber nicht.

Raphael Wermelinger
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Noch immer fehlt den Spielern des FC Wangen bei Olten ein Punkt. Hier im Einsatz gegen den FC Klingnau an 11.9.2021.

Noch immer fehlt den Spielern des FC Wangen bei Olten ein Punkt. Hier im Einsatz gegen den FC Klingnau an 11.9.2021.

Bruno Kissling

Der Erste gegen den Letzten – krasser hätte der Gegensatz am achten Spieltag der 2. Liga inter nicht sein können. Auf der einen Seite der immer noch punktlose FC Wangen bei Olten und auf der anderen Seite der Leader FC Rotkreuz, der alle bisherigen Saisonspiele für sich entschieden hatte.

Doch so deutlich wie auf dem Papier präsentierte sich das Geschehen auf dem Rasen nicht. Die Wangner verkauften ihre Haut einmal mehr teuer und schnupperten bis kurz vor Schluss an einem Punktgewinn, etwas Zählbares schaute für den Aufsteiger allerdings wiederum nicht heraus.

Beim Spitzenreiter Rotkreuz standen mit dem Nordmazedonier Dragan Gyorgiev und den beiden Italo-Brasilianern Alan Nabarro und Gustavo Campello drei Spieler in der Startelf, die in der Vergangenheit schon für den FC Wangen in der 1. Liga aufgelaufen waren. Der Trainer der Zuger ist René Erlachner, der von 1997 bis 2004 und von 2007 bis 2009 auf der Chrüzmatt tätig war.

Seine Mannschaft startete erwartet druckvoll in die Partie. In der dritten Minute vergab Nahuel Allou die erste Hundertprozentige, als er völlig frei aus kurzer Distanz über das Tor schoss. Keine ganze Zeigerumdrehung später musste Wangen-Goalie André Grob ein erstes Mal eingreifen und den Weitschuss von Gyorgiev parieren.

Das war es dann aber auch schon mit der Startoffensive der Gäste. Rotkreuz war zwar spielbestimmend, bis zum nächsten Aufreger vergingen allerdings fast zwanzig Minuten. Wangens Abwehrspieler Elia Amorosi traf Stürmer Guto im Strafraum unglücklich von hinten am Fuss – Penalty und 0:1. Torschütze war der Ex-Wangner Gyorgiev, der vom Punkt aus seinen sechsten Treffer in dieser Saison realisierte.

Die Führung war verdient, wirklich überzeugend war der Auftritt der Zuger jedoch nicht. Mehr als die Halbchancen von Endrit Emini, der in der 29. Minute seinen Flachschuss knapp neben den Pfosten setzte und in der 40. nur das Aussennetz traf, sowie Campello, dessen Kopfball in der 42. Minute zu wenig Druck hatte, gab es vor dem Seitenwechsel nicht zu notieren.

Coproduktion der beiden Eingewechselten zum 1:1

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag der Wangner. Die beiden Eingewechselten Bojan Djuric und Denis Kostadinovic kombinierten sich mit einem Doppelpass durch die Abwehr des Gegners. Djuric scheiterte mit seinem Flachschuss an Goalie Joao Ngongo, Kostadinovic staubte erfolgreich ab – das 1:1 in der 47. Minute für den FC Wangen bei Olten mit der ersten Chance der Partie überhaupt. Was die Zuger indes nur kurz aus der Fassung brachte.

Rotkreuz wollte sich beim Tabellenletzten keine Blösse geben und erhöhte das Tempo wieder. Knapp fünf Minuten nach dem Ausgleich entschärfte Grob einen Kopfball von Allou auf der Linie. In der 64. Minute wäre der Wangner Schlussmann geschlagen gewesen – der Linksschuss aus 16 Metern von Fatlum Sylejmani klatschte an den Pfosten. Ein Fehler der Wangner war nötig, damit der Aufstiegsaspirant wieder in Führung gehen konnte.

Rechtsverteidiger Albin Avdilji rutschte aus und verpasste so den Steilpass von Nabarro auf Allou. Der hatte Platz und Zeit und fand im Zentrum Guto, der den Ball im Winkel versorgte. Der FC Wangen hatte seine einzige Chance, das Spiel komplett auf den Kopf zu stellen, in der 60. Minute vergeben.

Wie beim 1:1 war es eine Coproduktion der Eingewechselten. Djuric leitete für Kostadinovic weiter, der am Rotkreuz-Torhüter scheiterte. Nach dem erneuten Rückstand fehlten den Wangnern die Kräfte, um noch einmal zu reagieren.

In der 82. Minute folgte die endgültige Entscheidung: Mattia Palatucci mit dem schnellen Einwurf auf Gyogiev, der mit dem Querpass auf Guto, welcher den Doppelpack zum 3:1 schnürte.

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