Solothurner Turnverband
160 wollen in Helsinki am Weltturnfest mitturnen

Die Turnvereine in Solothurn erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. An der 15. Delegiertenversammlung des Solothurner Turnverbandes in Biberist wurde unter anderem über das Weltturnfest gesprochen.

Markus von Däniken
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Mit der Verdienstnadel des Schweizerischen Turnverbandes (STV) geehrt (v.l.):René Dietschi, Michael Kummli, Michael Fürst.

Mit der Verdienstnadel des Schweizerischen Turnverbandes (STV) geehrt (v.l.):René Dietschi, Michael Kummli, Michael Fürst.

mvd

Ein Highlight im Jahresprogramm des Solothurner Turnverbandes (SOTV) wird Mitte Juli der Besuch der 15. World Gymnaestrada in Helsinki sein. Rund 160 Aktive aus dem Kantonalverband werden an diesem Weltturnfest mit einer Bühnenvorführung, mit Mitwirkung bei den Grossgruppen des Schweizerischen Turnverbandes (STV) und mit einem Showblock am Schweizer Abend unseren Kanton repräsentieren. Die Schweizer Delegation mit insgesamt 4200 Teilnehmern wird eine der grösseren Landesvertretungen sein.

Diese Informationen zum Grossanlass waren nur eines von vielen Themen der 15. Delegiertenversammlung des Solothurner Turnverbandes in der Biberena in Biberist. Am Ende ihres dritten Amtsjahrs begrüsste Verbandspräsidentin Antje Lässer (Oberbuchsiten) die rund 300 Delegierten und Gäste. Sie zeigte sich erfreut, dass «ihr» Turnverband «nicht schläft, sondern aktiv ist und sich stetig weiterentwickelt». Entgegen dem allgemeinen Trend, dass das Vereinsleben rückläufig sei, sehe sie interessierte, aktive Turnvereine im SOTV, die durchaus ihre Daseinsberechtigung hätten.

Führungsorgane aufgestockt

Aus technischer Sicht konnte Lorenz Freudiger (Balsthal), Chef der Technischen Leitung (TL) auf ein ruhiges Verbandsjahr zurückblicken. Erfreuliche Zahlen präsentierte Finanzchef Alex Freudiger (Niederbipp): Entgegen dem budgetierten fünfstelligen Verlust schloss die Jahresrechnung nur mit einem solchen von 7200 Franken ab. Für das neue Verbandsjahr sieht das Budget einen Aufwandüberschuss von rund 20 000 Franken vor. Zusätzliche Wettkampfangebote und Auslagen für die Gymnaestrada in Helsinki begründen den Mehraufwand.

Sämtliche Vorstands- und TL-Mitglieder stellte sich bei den Gesamterneuerungswahlen der Wiederwahl für die neue Amtsperiode von drei Jahren. Von Amtes wegen neu dabei sind im Vorstand Jonas Stampfler (Röschenz), der neue Präsident der Region Dorneck/Thierstein und in der Technischen Leitung Susanne Bürki (Derendingen) und Martin Uhlmann (Messen), die neu die TL im Regionalverband Solothurn und Umgebung gemeinsam führen. Mit acht neuen Mitgliedern wurde das Ressort Aus- und Weiterbildung deutlich aufgestockt, mit dem Ziel, vereinzelte Kursangebote noch weiter auszubauen.

Nächstes Kantonalturnfest 2018

Auf Initiative des ehemaligen Kantonalpräsidenten Rolf Kristandl (Lostorf) zeigen die Planungsarbeiten für das nächste Kantonalturnfest 2018 im Niederamt schon handfeste Resultate. Als nächster Schritt stehen nun die Entscheide bei den Helfervereinen und die Gründung eines Trägervereins an. Danach kann vermutlich an der nächstjährigen Delegiertenversammlung eine offizielle Vergabe stattfinden.

Sechs Turner wurden für ihr langjähriges Wirken geehrt: Der Schweizerische Turnverband verlieh die STV-Verdienstnadel an René Dietschi (Gunzgen), Michael Fürst (Gunzgen) und an Michael Kummli (Subingen) für ihre langjähriges Wirken im SOTV und in den Regionalturnverbänden.

Die SOTV-Verdienstnadel durfte sich Jürg Hauri (Erlinsbach SO) als Verantwortlicher Volleyball in der Abteilung Männer/Senioren anstecken lassen. Die höchste Auszeichnung, die SOTV-Ehrenmitgliedschaft, wurde an folgende zwei Turner verliehen: Roman Brunner (Breitenbach) für langjährige Mitarbeit im Ressort Aus- und Weiterbildung und an Marc Ritz (Utzenstorf) für sein Wirken in der TL des Regionalverbandes und des SOTV.

Für ihr Wirken im Turnen und auch im Dorfleben ihrer Gemeinde wurden erstmals drei Vereine mit der Auszeichnung «Verein des Jahres» geehrt: TV Messen, Turnerinnen STV Balsthal und TV Breitenbach.

«Sport ist wichtig, nicht nur für den einzelnen Menschen, sondern auch für den Kanton», hielt Regierungsrat Remo Ankli in seiner Grussbotschaft fest. Als Beispiel verwies er auf seinen Besuch im Tenero-Lager des SOTV im Tessin, wo ihn die Bewegungsfreude der Jugendlichen sehr beeindruckt habe.

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