Kanton Solothurn

14'013 Vermögensdelikte im 2012: Täter sind vor allem Nordafrikaner

Geknackte Autos, zertrümmerte Scheiben: Die Anzahl Fahrzeugaufbrüche haben sich im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt. (Symbolbild)

Geknackte Autos, zertrümmerte Scheiben: Die Anzahl Fahrzeugaufbrüche haben sich im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt. (Symbolbild)

Im Kanton Solothurn hat die Zahl der registrierten Straftaten 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 Prozent deutlich zugenommen. Es gab vor allem mehr Vermögensdelikte. Ein grosser Fall von Wirtschaftskriminalität schlug mit 1100 Straftaten zu Buche.

Auch die Zahl der Straftaten gegen Leib und Leben stieg, und zwar um vier Prozent auf 872 Straftaten, wie die Solothurner Kantonspolizei am Mittwoch vor den Medien in Solothurn mitteilte.

Mit neun Tötungsdelikten, wovon drei vollendete, liegt die Anzahl dieser schwersten Delikte im Berichtsjahr leicht über dem Durchschnitt. Es kam zu 19 schweren Körperverletzungen.

Viele Kleinkriminelle stammen aus Nordafrika

Viele Kleinkriminelle stammen aus Nordafrika

Die Aufklärungsquote bei den Delikten gegen Leib und Leben belief sich auf 90,4 Prozent. Über alles gesehen, wurden im vergangenen Jahr im Kanton Solothurn 32 Prozent aller Straftaten aufgeklärt - drei Prozent mehr als 2011.

Mehr Vermögensdelikte

Um 21,7 Prozent nahm die Zahl der registrierten Vermögensdelikte zu. 14'013 Delikte wurden registriert. Grund für den Anstieg ist ein grosser Fall von Wirtschaftskriminalität mit über 500 Geschädigten und rund 1'100 registrierten Straftaten.

Auch die Zahl der Fahrzeugaufbrüche verdoppelte sich beinahe auf 754 Fälle. Es gab auch deutlich mehr Taschen-, Laden- und Einschleichdiebstähle.

Die Ursache für die starke Zunahme bei den Vermögensdelikten führt die Polizei zu einem grossen Teil auf die neuen Migrationsströme aus Nordafrika zurück. Anhaltungen und Ermittlungen zeigten, dass ein beträchtlicher Teil der Beschuldigten dieser Delikte nordafrikanischer Herkunft seien.

Insgesamt wurden 2'887 Personen beschuldet, gegen die Bestimmungen des Strafgesetzes verstossen zu haben. Davon sind 51 Prozent Schweizer, 32 Prozent Ausländer. Weitere 17 Prozent sind Asylbewerber und übrige Ausländer.

Straftaten gegen die sexuelle Integrität

Um knapp einen Drittel stieg die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Integrität. 209 Straftaten wurden registriert. Es geht oft um Exhibitionismus und sexuelle Belästigung. Die Zahl der schweren Delikte wie Vergewaltigung, sexuelle Handlungen mit Kindern und sexuelle Nötigung blieb stabil.

Mehr Arbeit bereitete der Polizei die häusliche Gewalt. Die Zahl der Delikte stieg um 14 Prozent auf 681. Es gab mehr Tätlichkeiten und Beschimpfungen. Die Fälle von einfachen Körperverletzungen ging jedoch um einen Viertel zurück. Im vergangenen Jahr kam es im Rahmen von häuslicher Gewalt zu zwei Tötungsdelikten und vier schweren Körperverletzungen.

Die Zahl der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ging um einen Viertel auf 1888 Fälle zurück. Als Grund für den Rückgang gibt die Kantonspolizei an, dass sie selbst in den Städten Olten und Solothurn weniger Kontrollen machte.

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