Förderpreise 2013
12 junge Künstler werden vom Kanton für ihr Schaffen gewürdigt

Am Mittwochabend fand die Preisverleihung der Solothurner Förderpreise statt. 12 junge Künstlerinnen und Künstler erhielten einen mit 15 000 Franken dotierten Preis. Für 2 Kulturschaffende gab es zudem ein Atelierstipendium für nach Paris.

Fränzi Rütti-Saner
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Kein Stress für die kommenden Monate: die Trägerinnen und Träger der Förderpreise und Atelierstipendien 2013. Stehend v.l. : Matthias Wyss, Giulietta-Susanne Odermatt, Lina Müller, Cecile Weibel, Claudia Brander, Patrick Bütschi, Flavia Schaub, Regula Portillo, Hugo Ochoa, Jannik Giger. Knieend v. l. Pascale Utz, Adina Friis, Dimitra Charamanda, Dimitri Stapfer. hansjörg Sahli

Kein Stress für die kommenden Monate: die Trägerinnen und Träger der Förderpreise und Atelierstipendien 2013. Stehend v.l. : Matthias Wyss, Giulietta-Susanne Odermatt, Lina Müller, Cecile Weibel, Claudia Brander, Patrick Bütschi, Flavia Schaub, Regula Portillo, Hugo Ochoa, Jannik Giger. Knieend v. l. Pascale Utz, Adina Friis, Dimitra Charamanda, Dimitri Stapfer. hansjörg Sahli

Je 15000 Franken an zwölf Künstlerinnen und Künstler, sowie zwei Atelierstipendien nach Paris für je ein halbes Jahr – da sollten die Ausgezeichneten für die nächsten Monate ruhiger schlafen können. Das meinte am Mittwochabend im Kofmehl Solothurn anlässlich der Verleihung der Förderpreise und Atelierstipendien 2013, Rednerin Seraina Rohrer, Direktorin der Solothurner Filmtage. Einen geregelten Alltag, der Sicherheit bringe, in dem so Stress vermieden werde, habe man als Künstler seltener, zeichnete Rohrer auf.

Stress

«Kulturschaffende arbeiten nach Inspiration, unregelmässig. Sie zweifeln hin und wieder an ihrer Arbeit. Auch das führt zu Stress.» Für sie habe ausgerechnet Rapper Stress diese Lebenssituation in seinem Song «Rester soi-même» ausgezeichnet dargestellt. Sich trotz Zweifeln oder Kritik treu bleiben. «Genau das schaffen jetzt auch die Förderpreise, weil sie für die Künstler eine Bestätigung sind.» Mit ihren jeweiligen Handschriften bewegten die jungen Künstler etwas, bereicherten die Gesellschaft mit einem Blick, der neu ist. «Davon lebt die Kultur – von der Erneuerung.»

Reich an Kunst- und Kulturschaffenden

Für Regierungsrat Klaus Fischer war es die letzte Förderpreisverleihung in seiner Amtszeit. Er habe in dieser Zeit sehr viel erlebt und erfahren, insbesondere bei kulturellen Anlässen, sagte er. Er habe immer wieder erkannt, dass es seit Urzeiten ein Bestreben der Menschen sei, immer wieder zu neuen Ufern vorzudringen. «Der Mensch will seine Wahrnehmung und sein Verständnis vom Sein stets neu beschreiben und ausdrücken.» Als Regierungsrat habe er zur Kenntnis genommen, dass der Kanton Solothurn reich an Kunst- und Kulturschaffenden sei. «Der Kanton schafft, vertreten durch das Kuratorium für Kulturförderung, optimale äussere und materielle Voraussetzungen, damit geistig kulturelle Berge versetzt werden können.»

«Arme Seelen»

In drei «Blöcken» stellten Mitglieder des Kuratoriums die Preisträger durch Verlesen der Laudationes vor. Dazwischen sorgte die Band «Newbridge» um die Oltner Sängerin Brigitte Neumärker für popig-jazzigen Sound. Durch den Abend führte Rainer von Arx, Vize-Präsident des Kuratoriums für Kulturförderung. Zum Schluss kam das Publikum noch in den Genuss des Animationsfilmes «Arme Seelen» der Gerlafingerin Lynn Gerlach.