Chor der Nationen
10 Jahre Jubiläum: Viel Gespür für fremde Klänge und Kulturen

2006 startete das Integrationsprojekt Chor der Nationen. Schweizer und Migranten singen seit 10 Jahren gemeinsam Volkslieder aus allen Teilen der Welt. An bisher 60 Konzerten stellten die rund 50 Sängerinnen und Sänger ihr Können unter Beweis.

Elisabeth Seifert
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Chorprobe im Alten Spital in Solothurn für das Jubiläumskonzert im Solothurner Landhaus. Der Chor der Nationen konzertiert gemeinsam mit dem Chor Anatolia.

Chorprobe im Alten Spital in Solothurn für das Jubiläumskonzert im Solothurner Landhaus. Der Chor der Nationen konzertiert gemeinsam mit dem Chor Anatolia.

Hansjörg Sahli

Integration ist immer auch ein emotionaler Prozess», sagt Luca Fiorini. Seit vier Jahren leitet der gebürtige Italiener, der heute in Basel lebt, Woche für Woche die Chorproben im Alten Spital in Solothurn. Und immer wieder spürt er dabei, wie die Lieder aus aller Welt die Chormitglieder aus über 20 Nationen für neue, ihnen unbekannte Kulturen öffnen.

«Die Leute fühlen sich in und mit ihrer Kultur ernst genommen.»  Luca Fiorini 43, Bratschist, Orchesterdirigent und Leiter des Chors der Nationen

«Die Leute fühlen sich in und mit ihrer Kultur ernst genommen.»  Luca Fiorini 43, Bratschist, Orchesterdirigent und Leiter des Chors der Nationen

Hansjörg Sahli

«Musik vermittelt Emotionen», weiss er. «Musik ist lustig, traurig oder besinnlich.» Gefühle, die alle verstehen, egal, woher jemand kommt. «Gesang und Musik sind ein ideales Mittel zur Verständigung», betont auch Albert Weibel.

Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass vor zehn Jahren in Solothurn der Chor der Nationen überhaupt gegründet worden ist. Und seither in mehreren Kantonen und auch jenseits der Grenze, in Deutschland etwa, Nachahmer gefunden hat.

Für Albert Weibel, bis vor einigen Jahren Integrationsdelegierter des Kantons, ist es die Vielfalt der Melodien und Sprachen, die Volkslieder für den Integrationsprozess so geeignet machen. «Die wöchentlichen Chorproben bieten zudem die Möglichkeit, die Deutschkenntnisse zu verbessern.»

Hochdeutsch ist die gemeinsame Sprache der Sängerinnen und Sänger. Besonders verbindend aber sei jeweils das gemeinsame Projekt, betont der Integrationsprofi, die Erarbeitung eines Chorkonzerts.

Ein Repertoire an 140 Liedern

Intensiv geprobt hat der Chor in den letzten Wochen und Monaten für die beiden Jubiläumskonzerte in Solothurn und Olten. Am Sonntag singen die rund 50 Sängerinnen und Sänger des Chors der Nationen im Solothurner Landhaus mit dem Chor Anatolia aus der Region.

Eine Woche später in der Friedenskirche in Olten wird der Chor dann mit dem paraguayischen Duo «Guayo Son» auf der Bühne stehen. «Ein solch gemeinsamer Auftritt mit Musikern und Sängern eines anderen Kulturkreises vertieft das Verständnis für die andere Mentalität», ist Albert Weibel überzeugt.

Ein ähnliches Erlebnis soll auch die Jubiläumsreise von Anfang Oktober nach Bosnien-Herzegowina ermöglichen. In Sarajevo werden die Solothurner ein Konzert mit dem multiethnischen Chor Lola bestreiten. Und in Srebrenica singen sie gemeinsam mit dem Kinderchor Superar der gleichnamigen Musikschule.

«Die Chorproben bieten die Gelegenheit, die Deutschkenntnisse zu verbessern.» Albert Weibel 69, Initiant des Chors der Nationen und ehem. Integrationsdelegierter des Kantons Solothurn

«Die Chorproben bieten die Gelegenheit, die Deutschkenntnisse zu verbessern.» Albert Weibel 69, Initiant des Chors der Nationen und ehem. Integrationsdelegierter des Kantons Solothurn

Hansjörg Sahli

Die Zusammenarbeit mit Chören aus anderen Kulturen wollen Albert Weibel und Luca Fiorini künftig verstärkt pflegen – und damit, einmal mehr, Neuland betreten. Die Idee zu einem «Chor der Nationen» hatte Albert Weibel bald, nachdem er 2005 zum Integrationsdelegierten des Kantons Solothurn ernannt worden war.

Zuvor gab es weder den Namen noch das Konzept. Inspiriert hatte ihn ein Projekt der Asylorganisation Zürich, wo in den 90er-Jahren Asylsuchende eine Band gegründet hatten. Albert Weibel entwickelte dann zusammen mit Freunden, darunter Bernhard Furchner, bis Ende 2011 Dirigent des Chors, das Integrationsprojekt «Chor der Nationen».

Mitsingen kann jeder und jede, der eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz hat. Neben Mitgliederbeiträgen der Sängerinnen und Sänger wird der Chor mit Geldern des Bundes und des Kantons finanziert. Seit dem ersten Konzert im November 2006 sind die Sängerinnen und Sänger über 60-mal öffentlich aufgetreten.

Oft im Kanton Solothurn, aber immer wieder auch in anderen Kantonen. Im Rahmen von interkulturellen Veranstaltungen, aber längst nicht nur. Erarbeitet haben sie in dieser Zeit ein Liedrepertoire von rund 140 Liedern in 30 verschiedenen Sprachen.

Profi-Musik mit Laiensängern

Diese Lieder stammen oft aus den Herkunftsländern der Sängerinnen und Sänger. «Die Leute fühlen sich dadurch mit und in ihrer Kultur ernstgenommen», sagt Luca Fiorini. «Integration ist ein wechselseitiger Prozess, von dem Schweizer und Migranten profitieren.»

Die Integrationsarbeit geht dabei weit über die Chorproben hinaus. So begleiten etliche Schweizerinnen und Schweizer unter den Chorsängern als Gotte oder Götti über mindestens ein Jahr hinweg jeweils einen Migranten oder eine Migrantin. Albert Weibel: «Die Unterstützung reicht von der Begleitung zu den Ämtern bis hin zur Vermittlung einer Arbeitsstelle.»

Auch wenn der Chor der Nationen ein Integrationsprojekt ist, die Sängerinen und Sänger setzen sich gemeinsam mit ihrem Dirigenten hohe musikalische Ziele. Profis sind aber nur der Dirigent und die Instrumentalisten. Das bedeutet für Luca Fiorini, der als ausgebildeter Bratschist und Orchesterdirigent bisher vor allem mit professionellen Chören und Orchestern zusammengearbeitet hat, immer wieder eine Herausforderung.

Als Leiter des Chors der Nationen besteht die Kunst vor allem darin, die Lieder so auszuwählen und umzuschreiben, dass sie den Möglichkeiten seiner Sänger entsprechen. Mindestens so anspruchsvoll ist es, die stimmige Instrumentalisierung für die Lieder aus allen Ecken der Erde zu finden. Fiorini: «Da braucht es viel Fantasie, zum Beispiel beim Stimmen der Instrumente.» Das Resultat aus all diesen Bemühungen macht ihn immer wieder stolz, und nicht nur ihn.

Matlyuba Baltabaeva Rohr, 57, aus Usbekistan

Matlyuba Baltabaeva Rohr, 57, aus Usbekistan

Hansjörg Sahli

Matlyuba Baltabaeva Rohr, 57, aus Usbekistan

2008 war ich in einem Deutschkurs der Volkshochschule. Ein Afrikaner erzählte mir vom Chor der Nationen. Ich wollte Gelegenheit haben, die deutsche Sprache zu sprechen. So ging ich zum ersten Mal in eine Chorprobe.

Ab August 2008 hatte ich eine Arbeit. Als ich das Diplom als Pflegerin erhielt, schenkte mir ein Chormitglied einen Blumenstrauss. Viele gratulierten mir. Ich konnte ein Lied wünschen. Ich war sehr stolz.

Jedes Lied ist für mich etwas Besonderes. Je besser ich ein Lied kenne und verstehe, umso besser gefällt es mir. Durch die Lieder erfahre ich, dass die Menschen überall auf der Welt Sehnsucht nach Liebe, Freundschaft, Freiheit und Menschlichkeit haben. Integration heisst für mich, dass ich am Ort, wo ich wohne, die Sprache sprechen kann und alles verstehe.

Ich war zu Beginn in einer sehr schwierigen Situation. Viele Sängerinnen aus dem Chor haben mir geholfen. Ich bin sehr, sehr dankbar. Der Chor der Nationen ist eine super Idee.

Göpf Berweger, 71, aus der Schweiz

Göpf Berweger, 71, aus der Schweiz

Hansjörg Sahli

Göpf Berweger, 71, aus der Schweiz

Beim Chor der Nationen bin ich seit 2 Jahren; Auslöser war ein Konzert vor drei Jahren im Landhaus in Solothurn. Gefallen haben mir sogleich die Stimmung, das vielfältige Liederprogramm und der Stil unseres Dirigenten Luca Fiorini.

Mich fasziniert die Kombination von Volksmusik und globaler Vielfalt: Der Chor der Nationen würdigt traditionelle Volkskultur, tut dies aber nicht im einseitig-rückwärtsgewandt-ausschliessenden Sinn, sondern er pflegt und geniesst gerade die globale Vielfalt dieser wunderbaren Traditionen.

«Schönster Abendstern» gefällt mir ebenso wie Roma-Melodien aus dem Balkan oder rhythmisch starke Lieder aus Afrika. Integration ist für mich gegenseitige Wertschätzung – diese ermöglicht der Chor der Nationen nicht nur mit den Liedern, sondern auch über die Vielfalt seiner Chormitglieder.

Es zeigt sich einmal mehr: Sobald wir uns als Menschen begegnen, werden stereotype Vorurteile bedeutungslos. Möge der Chor der Nationen noch viele Menschen singend zusammenführen!

Lieselotte Bewley-Klijnman, 44, aus den Niederlanden

Lieselotte Bewley-Klijnman, 44, aus den Niederlanden

Hansjörg Sahli

Lieselotte Bewley-Klijnman, 44, aus den Niederlanden

Ich singe seit Mai 2012 im Chor der Nationen. Der multikulturelle Chor spricht mich enorm an. Ich geniesse es, so viele unterschiedliche Menschen kennen zu lernen und Lieder in verschiedenen Sprachen zu singen.

Es ist egal, ob man aus Japan, Österreich oder Somalia kommt und welchen kulturellen Hintergrund man hat, Musik ist eine Sprache, die jeder versteht. Das rätoromanische Schlaflied «La Sera sper il lag» mit seiner wunderschönen Melodie ist mein Lieblingslied.

Als ich frisch in die Schweiz kam, war es für mich am allerwichtigsten, Mundart sprechen zu lernen, deshalb besuchte ich einen «Bärndütschkurs». Dort lernte ich nicht nur die Sprache kennen, sondern erhielt auch Tipps für den Alltag.

Zudem erfuhr ich mehr über die Schweizer Traditionen und Eigenheiten. Ich gratuliere dem Chor ganz herzlich zum 10-Jahr-Jubiläum und wünsche ihm für die nächsten 10 Jahre viel Singspass und viele ausverkaufte Konzerte.

Sabine Elsener, 46, aus der Schweiz

Sabine Elsener, 46, aus der Schweiz

Hansjörg Sahli

Sabine Elsener, 46, aus der Schweiz

Ich bin seit 6 Jahren im Chor. Mir gefiel in erster Linie der kunterbunte Liedermix. Ich, die, leider, keine Fremdsprache fliessend beherrsche, komme so mit vielen Kulturen in Berührung. Am CdN Solothurn gefällt mir besonders die Offenheit und Hilfsbereitschaft der Mitglieder.

Immer schön sind die Probenweekends, Jahresschlussessen, Integrationsprogramme während der Ferien oder das Zusammensein in unserem Vereinslokal, wo wir einander besser kennen lernen können. Ich lernte ,auch in meinem privaten Umfeld offener auf Migranten (v. a. Frauen) zuzugehen, und es sind wunderbare Freundschaften entstanden.

Mein Lieblingslied ist: «Ay, linda amiga» aus Spanien, das von Trennungsschmerz und Liebe erzählt. Ich wünsche dem Chor, dass wir unsere Freude am Singen noch ganz lange weitergeben – noch mehr Nationen Willkommen heissen können und vielleicht noch ein paar Männerstimmen den Weg zu uns finden werden.

Emebet Gebeyehu, 38, aus Äthiopien

Emebet Gebeyehu, 38, aus Äthiopien

Hansjörg Sahli

Emebet Gebeyehu, 38, aus Äthiopien

Am Konzert 2014 habe ich den Chor zum ersten Mal gehört. Ich war begeistert von den Liedern und den Rhythmen aus verschiedenen Ländern. Als Interessierte wurde ich offen und herzlich aufgenommen und vom ersten Tag an integriert.

Neben dem Singen gefällt mir die Gemeinschaft untereinander. Ich habe mehr Selbstvertrauen gewonnen und meine Deutschkenntnisse werden immer besser. Der Chor hat mich in sehr schwierigen Zeiten unterstützt. Sie haben sich öffentlich für mich und meine Familie eingesetzt.

Gemein-schaft, Solidarität und Mitgefühl sind Begriffe, die für mich durch die Mitglieder des Chors eine grosse Bedeutung bekommen haben. Wir akzeptieren einander in unserer Verschiedenheit und orientieren uns an dem, was uns verbindet und nicht an dem, was uns trennt. Für mich ist der Chor der Nationen mit seinen Werten und seiner offenen Haltung gegenüber allen Menschen, egal welcher Nationalität und Religion, ein grosses Vorbild.

Samrawit Mehreteab, 17, Eritrea

Samrawit Mehreteab, 17, Eritrea

Hansjörg Sahli

Samrawit Mehreteab, 17, Eritrea

Ich bin seit sechs Monaten im Chor. Ich will singen und andere Sprachen lernen und neue Lieder singen. Ich singe gerne, vor allem mit anderen zusammen und ganz verschiedene Lieder. ln diesem Chor singen wir sehr verschiedene Lieder. Ich bin vom Chorwochenende sehr beeindruckt.

Aber auch durch den Umstand, dass ich durch den Chor nun viele Menschen kenne und viele neue Lieder. Meine Lieblingslieder sind indische, türkische, englische und schweizerdeutsche. Ich muss mit den Leuten sprechen. Das wäre nicht so, wenn ich nicht im Chor wäre. Das ist gut und wichtig für mich und meine Integration.

Für die Konzerte müssen wir gute Kleider tragen. Man muss die Regeln kennen und einhalten. Man muss pünktlich sein, bei den Proben und natürlich bei den Konzerten. Ich danke dem Chor für das Gespräch am runden Tisch, das war auch für mich sehr interessant. Ich wünsche dem Chor alles Gute und auch, dass wir eritreische und amharische Lieder singen.

Werner Menzi, 67, aus der Schweiz

Werner Menzi, 67, aus der Schweiz

Hansjörg Sahli

Werner Menzi, 67, aus der Schweiz

Seit Frühjahr 2012, zur Zeit meiner Pensionierung, darf ich Teil dieses tollen Chors sein. Engagiertes Singen war Neuland für mich. Privatunterricht hat mir zu mehr Sicherheit verholfen. Für uns «Tenörler» schreibt Luca, der wunderbare Chorleiter, die Noten zur Erleichterung teilweise auf Bariton-Stufe.

Beeindruckend in diesem Chor ist für mich die Vielfalt der gesungenen Lieder aus unterschiedlichsten Kulturen; ebenso die Bereitschaft, Menschen aller Herkunft herzlich aufzunehmen. Das machen der Chorleiter und auch der Vorstand ganz vorbildlich. Integration des «Fremden» ist für mich als Bahai seit 45 Jahren geradezu Pflicht geworden, d. h. ohne Vorurteile den «Anderen» willkommen zu heissen; gemeinsames Singen macht vieles leichter!

Besonders beeindruckend ist für mich, wie locker und doch diszipliniert Luca den Chor führt; bei Proben und Konzerten. Ich wünsche mir, dass mehr Nichtschweizer und mehr Junge Zugang finden zu diesem tollen Projekt.

Ruth Odermatt, 59, aus der Schweiz

Ruth Odermatt, 59, aus der Schweiz

Hansjörg Sahli

Ruth Odermatt, 59, aus der Schweiz

Ich bin seit Herbst 2008, nach einem Konzert vom CdN Solothurn, dabei. Ich war begeistert von der Kraft und Freude, die die SängerInnen ausstrahlten. Zusammen Singen bringt Menschen verschiedener Kulturen einander näher. Integration über Musik und Gesang ist eine Idee, die funktioniert.

Der Besuch des Coralina-Chores aus Kuba war für mich ein besonderes Erlebnis. Mich begeistern Lieder aus anderen Kulturen ihrer Vielfalt und Farbigkeit wegen. Ich liebe es, in verschiedenen Sprachen zu singen, mich mit den Texten auseinanderzusetzen. Integration heisst für mich, dass jeder sich selbst sein kann und sich einer Gemeinschaft zugehörig fühlt, von der er geachtet und respektiert wird. Integration heisst auch, den Menschen emotional und beratend zur Seite zu stehen.

Das ist anspruchsvoll, erfüllt mich aber auch mit Freude. Ich wünsche mir, dass wir mit unseren Konzerten weiterhin die Herzen der Menschen erreichen und sie mit einem beschwingten Gefühl nach Hause gehen.

Susanne Ott-Bissels, 50, Deutschland

Susanne Ott-Bissels, 50, Deutschland

Hansjörg Sahli

Susanne Ott-Bissels, 50, Deutschland

Ich bin seit fast 3 Jahren im Chor, weil ich nach 19 Jahren in London auch hier gern wieder Menschen aus aller Welt kennen lernen wollte. In London habe ich erlebt, wie bereichernd das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen sein kann.

Im Chor der Nationen fühlt man sich als Neueinwanderer willkommen und braucht sich auch keine Sorgen zu machen, wenn man anfangs noch kein Schweizerdeutsch versteht ... Eigentlich finde ich alle unsere internationalen Lieder wunderschön, besonders liebe ich aber meist die vom Balkan, wohl weil ich mich schon lange für griechische Kultur interessiere.

Ein besonderer Höhepunkt kürzlich war das gemeinsame Proben der neuen türkischen Lieder mit dem wunderbaren Anatolischen Chor Gerlafingen für das Konzert in Solothurn! Ich wünsche mir, dass der Chor weiter floriert, dass immer wieder neue Menschen dazustossen und dass uns unser Chorleiter Luca noch lange erhalten bleiben möge!

Stephan Schirl, 42, Österreich

Stephan Schirl, 42, Österreich

Hansjörg Sahli

Stephan Schirl, 42, Österreich

Im Chor der Nationen Solothurn bin ich seit 2010. Ich habe vorher in Österreich schon in einem Chor gesungen und war interessiert an einem neuen Chor. Mir gefällt die Begeg-nung mit ganz unterschiedlichen Menschen, mit denen man ein gemeinsames Ziel verfolgt: zusammen zu singen und aufzutreten.

Beeindruckend finde ich immer wieder, wenn kurz vor einem Konzert die Musiker dazukommen, die einstudierten Lieder plötzlich richtig aufblühen und der Konzertklang entsteht. Mein aktuelles Lieblingslied ist «Dulce embeleso». Mir gefällt die lateinamerikanische Musik und besonders die interessante Bassstimme. Integration heisst für mich offen sein für Begegnung mit dem Anderen, Noch-nicht-Vertrauten.