Coronavirus
10'000 Dosen für die erste Impfphase: Das ist das Impfkonzept des Kantons Solothurn

Derzeit wird die Solothurner Rythalle zum ersten kantonalen Impfzentrum umgerüstet; im Januar soll es losgehen mit Covid-19-Impfungen. Wer sich impfen lassen will, aber nicht der Risikogruppe angehört und nicht im Spital schafft, muss sich noch gedulden.

Noëlle Karpf
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Boris Anderegg (Leiter Amt für Feuerwehr und Zivilschutz) führt Regierungsrätin Brigit Wyss und Peter Huber (Leiter Zivilschutz) durch das Impfzentrum
11 Bilder
Letzte Arbeiten werden ausgeführt
So sieht ein Impfplatz aus
Die letzten Schilder werden angebracht
Letzte Instruktionen vor der Fertigstellung
In dieser Koje können sich Patienten nach der Imfpung hinlegen
Blick vom Ausgang ins Innere des Zentrums

Boris Anderegg (Leiter Amt für Feuerwehr und Zivilschutz) führt Regierungsrätin Brigit Wyss und Peter Huber (Leiter Zivilschutz) durch das Impfzentrum

Hanspeter Bärtschi

In etwas weniger als zwei Wochen startet der Kanton mit Covid-19-Impfungen. An der Medienkonferenz vom Montag stellte Kantonsarzt Lukas Fenner das Konzept vor: Ab dem 4. Januar beginnt die erste Impfphase. In dieser sollen, so sieht es auch der Bund vor, ausschliesslich Angehörige der Risikogruppe sowie das Gesundheitsfachpersonal geimpft werden.

«Die Impfung löst nicht alle Probleme sofort», erklärte Fenner, es sei nach wie vor zentral, dass sich alle an geltende Abstands- und Hygienemassnahmen halten. «Aber uns steht damit ein zusätzliches Mittel zur Verfügung.» Für die erste Phase stehen aktuell laut Kantonsarzt 10'000 Impfdosen bereit, wobei sich diese Zahl rasch ändern könnte. Auch auf Bundesebene – schweizweit gibt es rund 100'000 Dosen für die erste Phase, ist noch nicht klar, wann es weitere – und vor allem wie viele – Dosen geben wird.

Erstes Impfzentrum in Solothurn – zwei weitere sollen folgen

Geimpft wird in der ersten Phase in der Solothurner «Rythalle». Für den Aufbau des Impfzentrums hat sich der Kanton Hilfe vom Zivilschutz geholt. Dieser bereitet 10 Impfstationen vor und wird auch während der Impfungen unterstützen – geimpft wird aber durch Fachpersonal. Zudem sind acht mobile Impfteams im Einsatz, um auch in Heimen Risikopatientinnen und -patienten impfen zu können; vor jeder Impfung wird laut Fenner geprüft, ob eine Injektion unbedenklich ist.

Ab Februar sollen, so der Kantonsarzt, in Olten und Breitenbach zwei weitere Impfzentren zur Verfügung stehen. «Die ganzen Abläufe sind erprobt», erklärte Peter Huber, Vorsteher des kantonalen Zivilschutzes. 2016 und 2018 habe man Impfszenarien im Falle einer Pandemie durchgespielt. «Es sollte alles gut klappen», sagte Huber zuversichtlich.

Auch bei den Solothurner Spitälern soH laufen die Vorbereitungen «auf Hochtouren», wie es auf Anfrage heisst. Klar ist heute: Ab dem 11. Januar soll sich das gesamte Spitalpersonal impfen lassen können.

Nach dieser ersten Impfphase steht die gratis Covid-19-Impfung dann auch allen anderen zur Verfügung.

Aktuelle Infos des Kantons: corona.so.ch