Kunst- und Kulturpreis

Kanton Solothurn ehrt seinen Jazzer Umberto Arlati

Die Preisträger (hinten, von links): Beat Albrecht, Urs Bitterli, Robert Grogg, Roland Nyffeler, Yasunori Imamura, Georg Darvas; vorne, von links: Markus Egli, Umberto Arlati, Dino Arici und Verena Kälin-Squaratti. (Bild: Bruno Kissling)

Die Preisträger

Die Preisträger (hinten, von links): Beat Albrecht, Urs Bitterli, Robert Grogg, Roland Nyffeler, Yasunori Imamura, Georg Darvas; vorne, von links: Markus Egli, Umberto Arlati, Dino Arici und Verena Kälin-Squaratti. (Bild: Bruno Kissling)

Im Stadttheater Oltern übergab Landammann Walter Straumann im Namen der Regierung die Solothurner Kulturpreise 2010. Er zeichnete 10 Künstler aus, der Hauptpreis ging an den Jazztrompeter Umberto Arlati. Dazu gab es viele Gedanken zur Kultur.

Schon vor fünf Jahren hatte Landammann Walter Straumann im Namen der Regierung in Olten die Kulturpreise überreichen können. Den Ort der Übergabefeier rühmte er als «kantonales Kulturschwergewicht»: «Die Stadt von Martin Disteli hat sich als Kulturstadt auf ihre Art Profil und Profession verschafft.» Genussvoll liess Straumann die Oltner Kultur-Stichwörter in den Theatersaal perlen: von den Kabaretttagen und Tanztagen über das Stadttheater und die Museen bis hin zum «Nachtfieber» ...

Dass Olten ein guter Nährboden für kulturelles Wirken und Werken ist, offenbare sich auch in vier Preisträgern, die Oltner seien oder über Oltner Wurzeln oder «oltnernahe Beziehungen» verfügten: Kunstpreisträger Umberto Arlati, Urs Bitterli, Verena Kälin-Squaratti und Roland Nyffeler. Unerwähnt liess der Regierungsmann ein anderes, nicht minder auffälliges Merkmal: die internationale Herkunft der Preisträger. Unter deren zehn sind ein Italiener (Umberto Arlati), ein Österreicher (Georg Darvas), ein Japaner (Yasunori Imamura) und sogar zwei Walliser (Beat Albrecht und Verena Kälin-Squaratti) …

Porträts in Wort und Bild

Unter der Regie von Heinz L. Jeker-Stich, dem Präsidenten des Kantonalen Kuratoriums für Kulturförderung, würdigten nun Mitglieder des Kuratoriums die Preisträger; für Dino Arici übernahm diesen Part Staatsschreiber Andreas Eng. Wunderbare Schwarz-Weiss-Aufnahmen des Oltner Fotografen André Albrecht vermittelten dem Publikum starke Eindrücke von den ausgezeichneten Persönlichkeiten. Im Namen der Preisträger bedankte sich der Dornacher Theatermann Georg Darvas mit einer sorgfältigen Rede für die Wertschätzung, wie sie in der Preisverleihung ausgedrückt werde. Er berichtete von einem Musiktheaterprojekt, das seine Ko-Direktorin Johanna Schwarz und er kürzlich mit Kindern und Jugendlichen im ökonomisch und sozial verwahrlosten Kosovo realisieren konnten. Dessen junge Bevölkerung könne vor allem mit Kultur ihr vom Krieg verschüttetes Potenzial entfalten. «Es ist nichts perdu, wenn man in Menschen und ihr Kreativpotenzial investiert. Im Gegenteil. Dies ist der wahre Mehrwert.» Darvas ermutigte die Preisverleiher, weiterhin in Künstler zu investieren: «Sie werden wahrnehmen, dass Gesellschaft und Ökonomie gedeihen, wenn der Mensch schöpferisch sein darf.» Liebend gern hätte man an der Feier auch ein paar musikalische Töne des sichtlich erfreuten Kunstpreisträgers «Umbi» Arlati gehört. Doch er wurde würdig vertreten von der jungen Oltner Jazzband Eigenbrot (Samuel Blatter, Marco Nenniger, Reto Eisenring).

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