Langendorf
Jugendlicher Messerstecher von Langendorf bleibt in Behandlung

Ein Jugendlicher, der im März 2009 an der Schule Langendorf SO seinen Banknachbar mit einem Messer attackiert hatte, bleibt in psychiatrischer Behandlung. Vor dem Solothurner Obergericht zog sein Anwalt den Rekurs gegen die Unterbringung zurück.

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Keystone

Damit bleibt der jugendliche Täter stationär in einer offenen Institution untergebracht, wie die Strafkammer des Obergerichts des Kantons Solothurn am Freitag mitteilte. Die Verhandlung am Donnerstag erfolgte unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die bisherige psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung verlaufe nach anfänglichen Schwierigkeiten durchaus erfolgreich. Die behandelnden Fachpersonen bestätigten dem Obergericht eine positive Entwicklung.

Tatwaffe Metzgermesser

Trotzdem betrachteten sie die Massnahmenbedürftigkeit des Jugendlichen trotz gelockerten Unterbringungsbedingungen als gegeben. Das Opfer nahm bei der Verhandlung nicht teil. Täter und Opfer hatten sich bereits zuvor über Schadenersatz geeinigt.

Der damals 15-jährige hatte am 25. März 2009 kurz vor 11 Uhr auf seinen Banknachbar an der Schule mit einem Metzgermesser eingestochen. Der am Hals verletzte Banknachbar musste ins Spital. Der Jugendliche fügte sich danach selbst Verletzungen zu.

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