Kurhaus Weissenstein

Josef Ingold: «Vieles steht im Haus an»

Die Statuten der AG sähen eine sehr enge Zweckbindung vor und deshalb seien die Aktionäre in den Entscheid einzubinden, begründete Josef Ingold die notwendige ausserordentliche Aktionärsversammlung vom 16. Dezember.

Die Statuten der AG sähen eine sehr enge Zweckbindung vor und deshalb seien die Aktionäre in den Entscheid einzubinden, begründete Josef Ingold die notwendige ausserordentliche Aktionärsversammlung vom 16. Dezember.

Sichtlich erleichtert zeigte sich gestern Josef Ingold, VR-Präsident der Kurhaus Weissenstein AG, über den klaren Entscheid des Solothurner Bürgerrats das Haus zu verkaufen.

Mit dem Verkauf «können sämtliche Verpflichtungen gedeckt und den Aktionären voraussichtlich noch eine Nennwertrückzahlung von 30 Prozent in Aussicht gestellt werden», sagte Josef Ingold, VR-Präsident der Kurhaus Weissenstein AG. Die Statuten der AG sähen eine sehr enge Zweckbindung vor und deshalb seien die Aktionäre in den Entscheid einzubinden, begründete Ingold die notwendige ausserordentliche Aktionärsversammlung vom 16. Dezember.

Dem voraussichtlich neuen Eigentümer steht vieles im und ums Haus zur Erledigung an: «Der Anschluss der von Oberdorf geplanten Wasserleitung und der Abwasserleitung an die Kläranlage, die Anschaffung neuer Kühlgeräte, da der bisher verwendete Kühlstoff nicht mehr zugelassen ist, dann aber auch die Sanierung der Kurhaus-Westfassade und der Feinbelag der Terrasse stehen auf der Bedarfsliste.» Kaputt sei auch der Kinderspielplatz, «obwohl uns dieser nicht gehört», so Ingold. Im Ostflügel dagegen bestehe «riesiger Investitionsbedarf», was wohl nur die Aufgabe einer neuen Investorengruppe sein könne.

Wintererschliessung des Weissensteins hat Priorität

Zum bevorstehenden Abschied des bisherigen Pächterpaars und den Zwistigkeiten um die Pachtzahlungen konnte Josef Ingold immerhin mitteilen, dass die im Frühling vom Pächter noch auf ein Sperrkonto einbezahlten Pachtzinsen inzwischen gerichtlich «losgeeist» und an die Kurhaus Weissenstein AG geflossen seien.

Ganz klar hat für Ingold die Wintererschliessung des Weissensteins Priorität für die Zukunft. Und in dieser Hinsicht stehe der Kanton in der Verantwortung. «Er hat mit seinem, Richtplan auf eine neue Bahn und damit auf den öffentlichen Verkehr gesetzt.» Sollte das Neubauprojekt zuletzt an juristischen Hürden scheitern, müsste der Kanton über die Bücher gehen. In diesem Fall steht für Ingold der Ausbau der Passstrasse im Vordergrund. (ww)

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