Der Jodlerklub Edelweiss Solothurn durfte bei seinem Unterhaltungsabend im Konzertsaal Langendorf auf Unterstützung zählen. So lockte eine Theateraufführung des Jodlerklubs Zytröseli Derendingen. Für Tanz und Unterhaltung sorgte später das Schwyzerörgli-Quartett Lüderegruess aus Wasen. Aufgewertet wurden die Vorträge durch die Moderation von Simone Hirter.

Eröffnet wurde der Abend mit einem Stück des Schwyzerörgli-Quartetts. Der Jodlerklub selber brachte als Erstes «Ds Ankebälli» auf die Bühne. Das ist eines der über 80 Jodellieder aus der Feder des wohl bekanntesten Oberhofers Adolf Stähli. Kaum weniger bekannt ist Emil Herzog. Auch der ehemalige Gemeindeschreiber liess sich anspruchsvolle Jodellieder einfallen. In seiner «Bärgfahrt» gefielen die beiden Jodlerinnen Vroni Thierstein und Lisa Lüthi besonders gut. Vroni Thierstein ist auch die Duettpartnerin von Hans Küpfer, dem Präsident des Jodlerklubs. Für seinen ersten Auftritt wählte das Duett den Titel des Bündner-Thurgauers Matthias Zogg «Dr chybig Hans».

Besinnlichkeit und Heiterkeit

Einen abgeschlossenen Programmteil widmete der Klub dem Jodler-Komponisten Georges Alioth (1921), der im letzten November verstarb. Mit ihm pflegte der Jodlerklub Edelweiss freundschaftliche Kontakte. Alljährlich war man bei ihm auf dem Twannberg zu Besuch. Der Klub durfte seinen «Balmbärg-Jodel» taufen und sein «Aelplerzyt» widmete er gar dem Jodlerklub Edelweiss. Sein Tod traf deshalb den Klub. Mit dem «Balmbärg-Jodel» mit seinem heiklen Anfang und den Takt- und Tempiwechseln erinnerte der Klub an ihn. Logischerweise durfte auch sein sozusagen eigenes «Aelplerzyt» nicht fehlen. Dazwischen fügte auch das Jodelduett Vroni Thierstein/Hans Küpfer einen Titel von Georges Alioth ein. Im Text zu seinem «Mis Müeti» lassen sich bestimmt autobiografische Elemente erkennen.

Mit dem tollen und entsprechend bekannten «Steimandli-Juiz» des Försters André von Moos brachte Edelweiss einen Innerschweizer Komponisten ins Spiel. Nicht sogleich setzte glücklicherweise der Klub den Titel seines Schlussjodels «Es treichlet heizue» von Alphons Gugler um. Da wurde doch noch eine Zugabe erwartet, die mit «D’Amsle» von Amanda Schütz auch geboten wurde.

Gemeinsamer Mitternachtsjodel

Ausserdem gab es auch noch das Theaterstück «Ueses Vreni» von Roger Schneider zu sehen. Das wurde von der Theatergruppe des Jodlerklubs Zytröseli Derendingen aufgeführt. Zum letzten offiziellen Programmpunkt, einem Mitternachtsgesang, bat Präsident Hans Küpfer alle im Saal anwesenden Jodler auf die Bühne. Für diesen Gemeinschaftsvortrag wählte der Klub mit «E g’schänkte Tag» einen der bekanntesten Titel von Adolf Stähli aus. Deutlich mehr als ein einziger Jodler stand schliesslich auch für «E Jodler» von Bruno Häner auf der Bühne.