Olten
Jetzt werden Medana-Uhren verscherbelt

Über 2000 Uhren aus dem Fundus der konkursiten Medana Watch SA werden ab Freitag zwangsverwertet. Der Oltener Uhrenfabrikant ging im Juni 2010 konkurs.

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Mit Urteil vom 21. Juni 2010 hatte die Amtsgerichtspräsidentin von Olten-Gösgen über die Medana Watch SA in Liquidation den Konkurs eröffnet. Damit war die in Olten domizilierte Gesellschaft aufgelöst. Jetzt geht es an die Zwangsverwertung der Lagerbestände. Damit beauftragt ist der Zürcher Liquidator Bernhard Kunz. Dessen Website ist zu entnehmen, dass die Liquidation morgen Freitag beginnt. «Weit über 2000 Uhren, aufgeteilt über 150 Modelle», gelangten zur Liquidation.

Am Anfang der Medana-Geschichte stand der 1859 geborene Fritz Meyer, der ab 1897 in Olten, zunächst unter seinem Namen, Uhren herstellte. 1903 wurde daraus Medana, für die Leo Meyer, der Sohn des Gründers, im gleichen Jahr in London ein Büro eröffnete. In der Schweiz fabrizierten bald sechs Fabriken Uhren für Medana, die über das Londoner Büro in die ganze Welt verkauft wurden. Sitz der Gesellschaft, die 2007 an Investoren aus dem Nahen Osten veräussert wurde, blieb stets Olten. Trotz Vertretungen in 27 Ländern und einer Palette von über 150 Modellen im mittleren Preissegment, heisst es im Communiqué, habe aus wirtschaftlichen Gründen der Konkurs eröffnet werden müssen. «Divergenzen mit dem arabischen Investor und divergierende Interpretationen rechtlich relevanter Aspekte» hätten die Firma in die Sackgasse getrieben, sagte Firmenchef Rolf Wuethrich im Juni 2010 gegenüber dieser Zeitung. (uw)

Liquidationsportal www.bkl.ch

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