Günsberg
Ja zum Vernetzungsprojekt Unterleberberg in Günsberg

Trotz vieler Diskussionen um das Vorgehen der Repla im Rahmen der Öko-Qualitätsverordnung des Bundes, trat der Gemeinderat Günsberg am Montag einstimmig auf den Antrag ein, das Projekt im Unterleberberg zu unterstützen.

Beatrice Kaufmann
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Obwohl in Privatbesitz, darf der Dorfplatz Günsberg auch künftig als Durchfahrt und öffentlicher Parkplatz genützt werden.Hanspeter Bärtschi

Obwohl in Privatbesitz, darf der Dorfplatz Günsberg auch künftig als Durchfahrt und öffentlicher Parkplatz genützt werden.Hanspeter Bärtschi

Hanspeter Bärtschi

Mit dem Beschluss das Projekt im Unterleberberg zu unterstützen ist nun die Gemeinde mit dem grössten Anteil an landwirtschaftlicher Nutzfläche im Unterleberberg beteiligt. Gemeindepräsident Hansrudolf Reber sprach von einer «Wertbereicherung für die Günsberger» und betonte auch die Vorteile, die es mit sich bringen könne, das Land für einige Jahre zu schonen.

Mit der ÖQV sollen in Zukunft landwirtschaftlich genutzte Fläche gemeindeübergreifend gezielt der Natur zurückgegeben werden, indem sie zwar gepflegt und gemäht, jedoch nicht mehr gedüngt werden. Die Verwaldung sei nicht das Ziel, erklärte Reber.

Landwirte, die sich entscheiden, Fläche für die Vernetzung bereitzustellen, erhalten für den Mehraufwand und die Produktionseinbussen entsprechende Subventionen. Es sei aber niemand dazu verpflichtet, sein Land zur Verfügung zu stellen, wie Reber betonte.

Postauto-Fahrplan wird angepasst

Im Weiteren war die Postautolinie 12 traktandiert, da sich viele Beschwerden über den unregelmässigen Fahrplan und die damit verbundenen Anschlussprobleme angesammelt hatten. Auch hier wurde der Antrag gutgeheissen, gewisse Zeiten zu korrigieren und die Anschlüsse damit zu verbessern.

«Wir wollen als Wohnort attraktiv und dem ÖV angeschlossen sein», so Reber. Daher könne man den Antrag nur gutheissen.

Ein weiteres Traktandum betraf den Dorfplatz. Da dieser zu den Grundstücken des ehemaligen Restaurants Sternen und der ehemaligen Post gehöre, von der Gemeinde aber genutzt werde, wurde eine Vereinbarung zwischen allen Beteiligten ausgehandelt.

Damit hat die Gemeinde nach wie vor ein Überfahr- und Nutzungsrecht des Dorfplatzes. Ein entsprechendes Informationsschild wird von der Gemeinde aufgestellt und übernommen.

Per Funk ablesen

Da für die nächsten Jahre in Günsberg viele Investitionen geplant sind, wurde der Antrag gutgeheissen, einen Kredit von 2 Mio. Franken aufzunehmen. «Die Bedingungen sind im Moment sehr günstig und wir haben mit dem Kredit einen Puffer», erklärte Stefan Guldimann, Leiter des Finanzressorts, den Antrag.

Weiter wird die Gemeinde teilweise ein neues System in Betrieb nehmen, um die Wasserzähler der Einwohner abzulesen. Nach Bedarf wird in Zukunft in einigen Haushalten ein Wasserzähler mit einem Funksystem zum Einsatz kommen. Um diesen abzulesen, wird es nicht mehr nötig sein, das Gebäude zu betreten.

Die Kosten für diese Investition würden sich auf rund 20000 Franken belaufen, was auf fünf Jahre gerechnet eine relativ geringe Summe ausmache, wie Reber erklärte. Alle Haushalte mit den Funk-Zählern auszurüsten, wäre jedoch zu teuer.

Die Bau- und Werkkommission hat am Montag ausserdem Zuwachs bekommen. Beatrice Steinbrunner, die bereits während neun Jahren die Umweltschutzkommission präsidiert hatte, wurde vom Gemeinderat willkommen geheissen und einstimmig gewählt.

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