Im Vergleich der günstigsten Lebenshaltungskosten liegt der Kanton Solothurn auf Rang 7 – und damit weit vor seinen Nachbarkantonen. Das zeigt eine von der Credit Suisse (CS) Ende 2008 publizierte Studie (wir berichteten). Die Ökonomen der CS berechneten das frei verfügbare Einkommen – denjenigen Betrag also, der einem Haushalt nach Abzug sämtlicher Abgaben wie Steuern und Krankenkassenprämien oder Fixkosten wie Wohn- und Elektrizitätskosten im Portemonnaie verbleibt.

Steuervorteile sind nicht alles

Die letzte Woche publizierte Studie von der BAK Basel Economics hat gezeigt, dass die Steuerbelastung im Kanton Solothurn die dritthöchste in der Schweiz ist. Die Steuern sind aber nur ein von mehreren finanziellen Belastungsfaktoren für die Wohnbevölkerung. Die Studie der Credit Suisse spricht insgesamt von einer «hohen finanziellen Wohnattraktivität» des Kantons Solothurn, vor allem für Pendler, die in Bern, Basel oder Zürich arbeiten. Berücksichtigt man auch noch die «weichen» Standortfaktoren wie Verkehrsanbindung oder Ausbildungsstand befindet sich Solothurn laut einer CS-Studie von 2009 an 13. Stelle und somit genau im Mittelfeld der Kantone.