Wildernde Hunde
Hund beisst Reh zu Tode - Jagdaufseher appelliert an Hundehalter

Heute morgen hat ein Spaziergänger im Eichholzwald Gerlafingen ein übel zugerichtetes Reh gefunden. Das trächtige Tier ist laut Hansrudolf Rohrbach, Pächter und Jagdaufseher im Revier 19, von einem Hund qualvoll zu Tode gebissen worden.

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Dieses Reh wurde im Gerlafinger Eichholzwald übel zugerichtet.

Dieses Reh wurde im Gerlafinger Eichholzwald übel zugerichtet.

Zur Verfügung gestellt

«So was darf nicht passieren. Im Wald gehören Hunde an die Leine», appelliert Rohrbach an die Hundebesitzer. Mit dem seit August 2007 geltenden Hundegesetz hat der Kanton Solothurn die ganzjährige, generelle Leinenpflicht aufgehoben. Aber: Im Mai und Juni müssen Hunde im Wald zum Schutz von Jungwild und Muttertieren zwingend an die Leine.

Im Wald und auf dem Feld immer an der Leine zu führen sind Hunde, die jagen oder andere Personen belästigen oder für die individuell ein Leinenzwang angeordnet wurde. Grundsätzlich hält Artikel 3 fest: «Hunde müssen so gehalten werden, dass sie weder Mensch noch Tier belästigen oder gefährden. Und: Sie sind stets unter Kontrolle zu halten.»

Die Einschätzung über seinen Hund liegt aber in der Eigenverantwortung des Besitzer. Nach wie vor gilt: Herrenlos herumstreifende und wildernde Hunde, die nicht eingefangen werden können, dürfen von Jägern erschossen werden. (mz)