Sparmassnahmen
Hubersdorf: Defizit in der Rechnung wegen massiv tieferen Steuereinnahmen

Gemeindeversammlung in Hubersdorf: Dank Sparmassnahmen konnte die Gemeinde ein besseres Ergebnis in der Rechnung erzielen.

Lea Bleuer
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Weil weniger externe Schulen besucht wurden, war die Bildung günstiger als budgetiert. (Symbolbild)

Weil weniger externe Schulen besucht wurden, war die Bildung günstiger als budgetiert. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die lediglich 15 Stimmberechtigten in Hubersdorf genehmigten die Rechnung 2019 einstimmig. Bei einem Gesamtaufwand von 3,19 Mio. Fr. schliesst sie mit einem Aufwandüberschuss von rund 127'000 Fr.. Budgetiert war ein grösseres Minus von 166'000 Fr. «Dank Sparmassnahmen konnten wir ein besseres Ergebnis erzielen», betonte Gemeindepräsident Gregor Schneiter.

Grund für das Defizit in der Rechnung sind die massiv tieferen Steuereinnahmen – dort fehlen mehr als 100'000 Franken. Insbesondere seien zahlreiche Veranlagungen tiefer gewesen als die Vorbezüge, es kam deshalb zu vielen Rückzahlungen aus Vorjahren. «Gut, dass wir in vielen anderen Bereichen sparen konnten, sonst wäre unser Ergebnis deutlich schlechter ausgefallen», erklärte Ratsmitglied Dominik Feier, der die Rechnung präsentierte.

Günstiger als budgetiert war die Bildung, weil weniger externe Schulen besucht wurden. Im Bereich Gesundheit waren die Beiträge an die Pflegefinanzierung höher, hingegen fielen die Spitexkosten tiefer aus als budgetiert. In der sozialen Sicherheit wurde das Budget überschritten, und zwar wegen höherer Ausgaben für Ergänzungs- leistungen IV und für die gesetzliche Sozialhilfe. Ein wichtiger Punkt ist auch die Entwicklung des kantonalen Finanz- und Lastenausgleichs. Hubersdorf hat letztes Jahr 160'000 Franken erhalten, das sind rund 50'000 Franken mehr als im Jahr davor. 2020 seien sogar noch einmal 100'000 Franken mehr zu erwarten.

Investiert wurde in den Planungskredit Günsbergerstrasse (7000 Franken), in die Überarbeitung der Ortsplanung (23 700 Franken) und in die ARA (60'700 Franken). Die Nettoinvestitionen betragen rund 82'000 Franken und sind damit etwas tiefer als erwartet. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 149 Prozent, die Nettoschuld pro Einwohner entspricht mit rund 2100 Franken einer mittleren Verschuldung.

Eine Prognose sei schwierig, betonte Dominik Feier beim Blick auf den Finanzplan. Man rechne in den nächsten fünf Jahren stets mit Aufwandüberschüssen, der Nettoverschuldungsquotient bleibe aber stets unter hundert Prozent.

Spielplatz öffnen oder nicht?

Eine Mutter brachte das Anliegen des Elternrats ein, dass momentan unklar sei, ob der Spielplatz nun genutzt werden dürfe oder nicht. Sie setze sich dafür ein, dass der Spielplatz ausserhalb der Schulbetriebszeiten öffentlich benutzt werden könnte, da es ohnehin meist kaum Leute dort habe. Im Rahmen des Schutzkonzepts der GSU (Gemeinsame Schule Unterleberberg) sei dies allerdings nicht möglich, so der Gemeindepräsident. Es werden nun klarere Verbote angebracht.

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