Chabishoblete
Hobeln, Würzen und Stampfen an der Chabishoblete in Riedholz

Der gesellige Herbstanlass lockte auch dieses Jahr zahlreiche Besucher auf den Wallierhof. Viereinhalb Tonnen Weisskohl wurden an diesem Wochenende zu Sauerkraut verarbeitet.

Mirjam Stuber
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Hobeln, Würzen und Stampfen an der Chabishoblete in Riedholz
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Hobeln, Würzen und Stampfen an der Chabishoblete in Riedholz

Hanspeter Bärtschi

Bereits zum elften Mal trafen sich gestern Gross und Klein zum traditionellen «Chabis- Imache». Besonders für die Kinder war das Stampfen und Matschen des «Chabis» ein sinnliches Vergnügen. Acht Gläser füllte die Familie Siegenthaler aus Düdingen mit Weisskohl. Die zwei Töchter Leonie (5) und Anja (3) halfen eifrig mit. «Wir nehmen zum dritten Mal an der Chabishoblete teil.

Für die Mädchen ist das ein Riesenspass», sagt Stefan Siegenthaler. Regula Gygax, Leiterin der bäuerlich- hauswirtschaftlichen Schule Wallierhof, freut sich, dass so viele junge Leute mithelfen: «Die Kinder erhalten hier einen Einblick in die traditionelle Herstellung von Süssmost und Sauerkraut.

Das Wissen über die Produktion dieser Nahrungsmittel soll nicht verloren gehen, sondern an die jüngere Generation weitergegeben werden». Sie stellt fest, dass die Chabishoblete für viele Familien Tradition ist: «Viele kommen jedes Jahr von weither auf den Wallierhof.» Der pensionierte Sekretär Richard Schmutz reiste gestern extra aus dem Burgund nach Riedholz, um beim Chabishobeln mitzuhelfen. Der wohl jüngste und eifrigste Helfer war der elfjährige Thomas von Büren aus Selzach: «Nächstes Jahr bin ich bestimmt wieder mit dabei – dann will ich aber auch ein Namensschild haben, wie die Erwachsenen», sagt er.

Eine Festwirtschaft lud die «Surchabismacher», die genug vom Hobeln, Würzen, Stampfen und Matschen hatten, dazu ein, bei Speis und Trank das vielfältige Tagesprogramm Revue passieren zu lassen.

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