Da der Artillerieverein die entsprechende Verfügung noch nicht kennt, will er im Moment nicht dazu Stellung nehmen.

Mit viel Aufwand und persönlichem Einsatz hatte der Verein im vergangenen Sommer die fünf historischen Geschütze auf die Krummturmschanze gestellt. Die Zusage dazu kam von Stadtpräsident Kurt Fluri. Allerdings bereits unter dem Vorbehalt, dass die drei vom Alten Spital als störend empfundenen Kanonen unter Umständen wieder entfernt werden müssten. Nun hat die Baukommission entschieden, dass bis am 15. Juni alle fünf Geschütze wieder entfernt werden müssen. Ausser Frage stehen zwei seit langem auf der Schanze platzierte Geschütze.

Markus Reber wirft der Stadt vor, den Artillerieverein nicht angehört zu haben. Insbesondere sei man auf keine Kompromissvorschläge eingegangen. Gerne hätte man mindestens eine oder zwei der Kanonen auf der Schanze belassen.

Öffentlicher Platz gesucht

Was nun mit den bis zu acht Tonnen schweren Geräten geschieht, kann Reber noch nicht sagen. Man prüfe verschiedene Möglichkeiten und sei für Vorschläge offen. «Wir wünschen uns einen Platz, wo man die Geschütze einem interessierten Publikum gezeigt werden können.» Und da der Transport sehr aufwändig ist, möchte man die eisernen Zeitzeugen ohne Zwischenlagerung neu platzieren.

Ob der Artillerieverein eine Verwaltungsbeschwerde einreicht, ist noch nicht klar. Da diese aber keine aufschiebende Wirkung hätte, müssen die Geschütze aber so oder so weg. Immerhin hat die Einwohnergemeinde bereits letzten Sommer signalisiert, dass man bei einer allfälligen Umplatzierung mit ihrer Unterstützung rechnen könne.