Das Familienunternehmen Mathys produziert in Bettlach künstliche Gelenke für arthrose- und sportgeschädigte Menschen auf der ganzen Welt. Trotz des Erfolgs bleibt die Medizinaltechnikfirma der verschlafenen Gemeinde zwischen Grenchen und Solothurn treu.

«Es ist manchmal schwierig, jüngere Arbeiter zu finden. Bettlach ist halt nicht gerade der Nabel der Welt», nennt Firmensprecherin Regula Haag einen Nachteil des Standorts. Und dennoch ist die Region für die Branche gerade wegen der Arbeitskräfte interessant: «Viele Medizinaltechnikfirmen haben sich hier wegen der Fachleute der Uhrenindustrie niedergelassen.»

Auch zu den 480 Mitarbeitern pflegt das Familienunternehmen eine besondere Beziehung. Auf dem Sterbebett soll der Firmengründer gewünscht haben, man solle Sorge zu den Mitarbeitern tragen, berichtet Haag. Sie schwärmt von einem sehr sozialen Arbeitgeber: «Im Juli erhalten wir alle ein Feriengeld von 200 Franken bar auf die Hand – auch heute noch.» (öpf)