Balsthal

Gründliche Sanierung der Gestaltung vorgezogen

Diese Ansicht von Westen zeigt links die geschützte Abteilung, in Rot den neuen Zwischenbau und rechts das bestehende Hauptgebäude.

Diese Ansicht von Westen zeigt links die geschützte Abteilung, in Rot den neuen Zwischenbau und rechts das bestehende Hauptgebäude.

Modernisierung und Erweiterung des Alterszentrums Inseli stehen unmittelbar bevor.

Die Analyse von Bausubstanz, Anlagen und Betriebseinrichtungen des Altersheims Inseli Balsthal hat einen sehr hohen Sanierungsbedarf ergeben. Um das Budget von 10,2 Mio. Franken einzuhalten, mussten einige Ausbauwünsche zurückgestellt werden. Anderseits konnte die Stiftung Saccani zusätzliche Mittel freigeben, um die vorgesehene Anzahl von 16 neuen Pflegezimmern um deren 8 zu erweitern. Bis Ende 2010 soll ein detailliertes Projekt vorliegen, sodass im Frühjahr 2011 mit den Bauarbeiten angefangen werden kann. Die Sanierung wird rund zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Demenzpflege verbessern

Die Stiftung Saccani und die Thaler Gemeinden haben 2009 beschlossen, das Altersheim Inseli zu sanieren und zu erweitern, mit Verbesserungen in der Demenzpflege und einem modernen Neubau mit 16 Pflegebetten. Budgetiert sind insgesamt 10,2 Mio. Franken, basierend auf einer Kostenschätzung aus dem Jahr 2008 mit einer Genauigkeit von plus/minus 25%. Zur Begleitung der Arbeiten wurde eine Spezialkommission Inseli 2020 aus Vertretern der Thaler Gemeinden und der Heimstiftung eingesetzt.

Grosser Sanierungsbedarf

Zuerst wurden der bauliche Zustand des Heimes und deren Einrichtungen genauer untersucht. Die Abklärungen durch das Architekturbüro Niggli + Partner und die Fachplaner für Sanitär, Lüftung und Elektro zeigten bald, dass der Schwerpunkt der Arbeit weniger in der architektonischen Gestaltung des Neubaus als vielmehr bei der Detaillierung der notwendigen Sanierungsmassnahmen liegt. In der Lebenszeit des Heims, eröffnet 1982, sind viele Ausrüstungen und Einrichtungen in die Jahre gekommen, auch wurden Vorschriften stark verschärft. Es wurde deshalb beschlossen, auf einen gestalterischen Wettbewerb zu verzichten und die dafür von der Stiftung vorgesehenen Mittel bevorzugt in die Planung der notwendigen Sanierungsarbeiten zu investieren.

Fokus auf das Wichtigste

Die Detailanalyse hat ergeben, dass eine komplette Sanierung gegenüber dem Budget rund 30% höhere Kosten verursachen würde. Durch die Fokussierung auf die wichtigsten Massnahmen kann das Budget jedoch eingehalten werden, ohne dass einschneidende Abstriche am Pflichtenheft resultieren. Offen ist noch, ob die seit der Budgetierung eingetretene Teuerung von 5,6% aufgefangen werden kann.

Die Dependance an der Langackerstrasse, wo heute neun Personen recht selbstständig wohnen und eine Tagesbetreuung für an Demenz erkrankte Personen stattfindet, wird mit baulichen Mitteln einfach saniert und zu einer geschützten Abteilung umgenutzt. Ein geschützter Garten mit Parcours wird mithelfen, die Lebensqualität dieser Bewohnergruppe zusätzlich zu erhöhen. Renoviert werden wie vorgesehen die Küche, die Wäscherei und vor allem die unzureichenden Personalgarderoben. Auch die Zufahrt für Warenlieferungen sowie die betrieblichen und logistischen Abläufe erfahren wesentliche Verbesserungen. In der ursprünglichen Planung des Neubaus ging man von 16 Pflegezimmern aus, in der abgelaufenen Planungsphase zeigte sich, dass ein drittes Geschoss mit zusätzlichen acht Pflegebetten möglich ist. Diese können mit rund der Hälfte der üblichen Kosten pro Zimmer errichtet werden, weil keine neue Infrastruktur benötigt wird.

Finanzieren aus Eigenmitteln

Der Stiftungsrat der Saccani-Stiftung hat die Ergebnisse der Vorstudie zu genehmigt und beschlossen, die Realisierung des dritten Obergeschosses an die Hand zu nehmen. Dieses wird aus eigenen Mitteln, ohne ein Zusatzkredit der Thaler Gemeinden, finanziert. Die Stiftung wird damit eine deutliche Mehrheit der Baukosten tragen. Die Spezialkommission Inseli 2020 hat vom Beschluss Kenntnis genommen, die Präsidenten der Thaler Gemeinden sind orientiert worden. Mit der weiteren planerischen Bearbeitung wurde das bestehende Team Bracher und Partner AG, Solothurn, und Niggli + Partner, Architekturbüro Balsthal, beauftragt. Der Baubeschluss erfolgt gegen Ende des Jahres, wenn die Kosten mit grösserer Genauigkeit bekannt sein werden.

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