Grenchen

Wie Rollstuhlfahrer Auto fahren können

Marc Willemin (rechts neben der Hebebühne) instruiert die Zivilschützer.

Zivilschützer erhielten die Gelegenheit, sich mit der Mobilität von Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen auseinanderzusetzen.

An seinem vergangenen Wiederholungskurs beschritt der Fachbereich Schutz und Betreuung des regionalen Zivilschutzes neue Wege. Der traditionelle thematische Ausbildungstag stellte diesmal die Mobilität von Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen auf besondere Art ins Zentrum. Die Zivilschützer erhielten die Gelegenheit, speziell umgebaute Personenwagen genauer in Augenschein zu nehmen – und sogar selbst ans Steuer zu sitzen. Dazu waren René Diethelm – selber im Rollstuhl– sowie Kevin Eichenberger mit Fahrzeugen der Garage Gräub aus Oberentfelden zu Besuch.

Auf dem abgesperrten Westteil des Badiparkplatzes erhielten die Betreuer des Zivilschutzes die Gelegenheit, einige Runden zu drehen. Begleitend dazu referierten SVP-Gemeinderat Marc Willemin als ehemaliger Verkehrsexperte der MFK, sowie René Diethelm von der Garage Gräub, über den oft langwierigen Prozess, ein Fahrzeug auf die individuelle Beeinträchtigung eines Fahrers, aber auch auf seine persönlichen Bedürfnisse und Wünsche abzustimmen, umzubauen und in Verkehr zu setzen. « Wir haben vom Smart bis zum Ferrari schon alles umgebaut», so Diethelm. In den allermeisten Fällen erhalte man bei der Planung des Umbaus allerdings keine Unterstützung durch die Autohersteller. Umso eindrücklicher zeigte der Kurs, der auch einen Besuch des Paraplegikerzentrums Nottwil beinhaltete, dass Alltägliches wie beispielsweise Autofahren alles andere als selbstverständlich ist, wenn man es durch eine andere «Brille» betrachtet. (rrg)

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