Vor 50 Jahren

Wer einst von der Stadt Grenchen Geld erhielt

Die Fussballvereine erhielten früher keine Beiträge aus der Stadtkasse. Der FC Grenchen lieferte 25 000 Franken an Billettsteuern ab.

Die Fussballvereine erhielten früher keine Beiträge aus der Stadtkasse. Der FC Grenchen lieferte 25 000 Franken an Billettsteuern ab.

Vereine und Institutionen erfüllten vor 50 Jahren Aufgaben, für die heute die Stadt aufkommt. Sie erhielten unterschiedlich hohe Geldbeträge. Der FC Grenchen hingegen lieferte 25 000 Franken an Billettsteuern ab.

Wer den Rechenschaftsbericht der Stadt für das Jahr 1964 liest, stellt fest, dass nicht wenige Aufgaben, die heute von Staates wegen geregelt werden, damals noch von Vereinen wahrgenommen wurden. Die Stadt unterstützte die Vereine und Institutionen, von denen es über 50 gab, mit Geld. 1964 waren es rund 172 000 Franken. Bedacht wurde die Tuberkulosestelle mit 13 000 Franken, der Säuglingsfürsorgeverein mit 14 600 Franken und das Kinderheim Bachtelen mit 22 300 Franken. Die Kinderkrippe, die heute Teil der Stadt-Leistungen ist, erhielt gerade mal 1000 Franken. Die Abteilung «Kulturelle und sportliche Zwecke» umfasste rund 30 Organisationen, die zusammen 153 000 Franken erhielten. Davon gingen allein 85 000 Franken ans Parktheater. Interessant ist die Tatsache, dass 1000 Franken reserviert waren für Auftritte in französischer Sprache.

Als der FC noch zahlte

Im Sektor Sport wurden der Abstinenten-Sportclub «Hochwacht» mit 170 Franken, die Grenchner Invalidengruppe mit 500 Franken zum Besuch der EXPO64 und die Segelfluggruppe mit 2500 Franken bedacht. Die drei Sportanlagen im Brühl, beim Stadion und der Sportplatz Riedern wurden von der Gemeinde unterhalten, was alles in allem 11 500 Franken kostete. Dabei wurden die Leistungen für den TV Grenchen mit 4500 Franken bewertet. Die Fussballvereine erhielten keine Beiträge aus der Stadtkasse. Im Gegenteil, der FC Grenchen beispielsweise lieferte 25 000 Franken an Billettsteuern ab.

Die Gruppe «Für Heimat und Verkehr» wurde von der Stadt mit 35 600 Franken unterstützt. Von diesem Betrag flossen allein 22 500 Franken als Beitrag an die Flugsicherung in die Kasse der Regionalflugplatz Jura Grenchen AG. Für den Autokurs Grenchen und Umgebung gab die Stadt die bescheidene Summe von 4000 Franken aus. – Weitere Beiträge richtete Grenchen für das Abendtech aus (3000 Franken) und 10 000 Franken für die Uhrmacherschule, die damals noch in Solothurn daheim war. (rww)

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