Gemeinderat

Wem soll die städtische Schulsozialarbeit unterstellt werden?

Bezirksschule: Der Unterricht geht weiter, aber die Gedanken der Schüler und Lehrpersonen sind an einem anderen Ort (uby)

Bezirksschule Grenchen

Bezirksschule: Der Unterricht geht weiter, aber die Gedanken der Schüler und Lehrpersonen sind an einem anderen Ort (uby)

2005 hat Grenchen als eine der ersten Gemeinden die Schulsozialarbeit im Pilotbetrieb eingeführt und danach kontinuierlich ausgebaut. Nun ist sie etabliert und Teil der Schulverwaltung. Der Gemeinderat diskutiert nun über eine neue Unterstellung.

Zwei Mitarbeiterinnen teilen sich die 100-Prozent-Stelle. Der Gemeinderat hat 2009 den Auftrag erteilt, eine Evaluation von möglichen Unterstellungen zu erstellen. Drei mögliche Varianten wurden geprüft und entsprechende Stellungnahmen eingeholt. In einem ersten Szenario wird der Istzustand beibehalten. Das heisst, die Schulsozialarbeit bleibt weiterhin der Leitung Schulverwaltung organisatorisch unterstellt. Fachlich besteht ein Austausch mit der SSA Bettlach und ein externer Supervisor sorgt für fachliche Beratung. In einer zweiten Variante wird die Schulsozialarbeit den Sozialen Diensten Oberer Leberberg unterstellt. Keine der befragten Institutionen befürwortet diese Variante.

Die dritte Variante sieht vor, dass die Dienstleistung bei der Fachstelle Perspektive Solothurn als Paket eingekauft wird – die teuerste, aber auch umfassendste Variante. Die beiden bisherigen Mitarbeiterinnen müssten von der Perspektive übernommen werden.

Kommission ist anderer Meinung

Die Geschäftsleitung Schulen Grenchen, die Sozialen Dienste Oberer Leberberg, das Personalamt und die Finanzverwaltung favorisieren die erste Variante, bezeichnen sie als schlank, kostengünstig und es gebe keine Gründe für einen Wechsel. Die Fachkommission Schulen Stadt Grenchen hingegen stellt dem Gemeinderat den Antrag, die dritte Variante zu wählen. Denn dieses Modell begünstige am meisten die Unabhängigkeit und Niederschwelligkeit und die fachliche Qualität sei am besten gewährleistet. An der Zusammenarbeit mit Eltern, Schülern und Lehrpersonal ändere sich nichts, auch die Infrastruktur vor Ort bleibe gleich. Nun wird der Gemeinderat entscheiden müssen. (om)

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