Bettlach

Welche Lehren sich aus dem Doppeladler ziehen lassen

Cristian Fabbro, Festredner an der Bundesfeier Bettlach 2019

Cristian Fabbro, Festredner an der Bundesfeier Bettlach 2019

Cristian Fabbro hielt die Festansprache an der Bundesfeier in Bettlach

«Alle Jahre wieder» wäre in Bettlach nicht passend, um die Bundesfeier zu umschreiben. Beim Ort bietet sich der Bevölkerung ebenso Abwechslung wie beim Festredner – wobei es sich beim Letzteren nicht etwa um einen arrivierten Politiker handelt, sondern um einen Vertreter der Bettlacher Jugend. Astrid Bieri und ihr Team und die Familie Müller haben Gross und Klein heuer im Restaurant Neue Zelg willkommen geheissen und bewirtet. Solokünstler «der Andi» sorgte für launige Unterhaltung, und Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut wurde bei der Moderation von diversen Mitgliedern der Dorfvereine tatkräftig unterstützt.

Bundesfeier Bettlach 2019

Bundesfeier Bettlach 2019


Nach Speis und Trank richtete sich aller Aufmerksamkeit auf Cristian Fabbro, der eben seine Lehre als Kaufmann auf der Bettlacher Gemeindeverwaltung abgeschlossen hat. Von den vielen «Schlüsselmomenten» im vergangenen Jahr habe ihn besonders die Aufregung um den Doppeladler an der Fussball-WM beschäftigt, sagte er dem zahlreichen Publikum. Dieses Ereignis nahm Fabbro als Ausgangspunkt seiner Betrachtung über den Wert und die Qualität von Heimat. Als Voraussetzung für Heimatverbundenheit in der Schweiz nannte er – aus seinem Fokus als Doppelbürger Schweiz-Italien – den Willen zur Integration: «Man muss sich halt anpassen und erkennen, dass man nicht immer ‹s Füfi und s Weggli› bekommt.» Unter dieser Voraussetzung sei in unserem Land alles möglich «und die Leute akzeptieren dich auch».

"Heimat ist ein Gefühl"

Neben der Integration in die Gesellschaft ist Heimat für Cristian Fabbro auch durch die Dinge und Verhältnisse gekennzeichnet, die man für selbstverständlich nimmt. Erst das Reisen in andere Ecken der Welt zeige einem, «wie schön wir es in der Schweiz haben». Darum kommt er zum Schluss: «Heimat ist nicht ein Ort, Heimat ist ein Gefühl.»
Nach dem herzlichen Applaus und dem Gesang der (neuen) Nationalhymne kamen die Kinder beim Lampionumzug auf ihre Rechnung. Das Höhenfeuer verkürzte schliesslich die Wartezeit auf das tolle Feuerwerk, das die «Freunde des Feuerwerks» an den Himmel zauberten.

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