Grenchen

Wagen für die «Chürbisnacht» – Familien legen sich ins Zeug

Freunde und Familie bereiten die Räbeliechter vor.

Freunde und Familie bereiten die Räbeliechter vor.

Familien im Eschenrain bauen regelmässig spektakuläre Wagen für die Nacht der Nächte.

Am Freitagabend ist es wieder so weit: Auf dem Marktplatz werden Dutzende fantasievoll geschnitzte Kürbisse zu sehen sein, an allen Ecken duftet es nach feiner Kürbissuppe. Am Umzug durch die verdunkelten Strassen Grenchens zeigen viele Klassen der Schulen Grenchen wunderschön geschnitzte Räbeliechtli. Mit dabei auch ein Wagen, den Anwohner des Eschenrains alle zwei Jahre für die Chürbisnacht bauen.

Der Bau des über drei Meter hohen Wagens dauert in der Regel einige Tage. Der Schreiner Thomas Helfer und seine Familie, die Familien Desgrandchamps und Moser bilden dabei den «harten Kern» der Wagenbauer, weitere Familien und Freunde helfen tatkräftig mit. Helfer macht in der Regel den Entwurf und bringt seine Idee auf Papier. Danach wird das Bild zu einem aktuellen Thema gemalt. Vor zwei Jahren war es Polo Hofer, zum Jubiläum der 20. Chürbisnacht – das einzige Mal, dass die Gruppe den Zweijahresrhythmus brach – zierte eine grosse Torte den Wagen.

Das diesjährige Sujet wird natürlich nicht verraten. Auch nicht in diesem Artikel. Nur so viel: Es handelt sich wieder um ein topaktuelles Grenchner Thema, das mithilfe von rund 100 Rüben zum Leuchten gebracht wird. Diese wurden an den vergangenen Abenden ausgehöhlt und auf dem Wagen montiert. Verzierte Halloween-Kürbisse runden das Kunstwerk ab.

«Bei uns steht die Geselligkeit im Vordergrund», betonen Claude Desgrandschamps und Thomas Helfer. «Kürbissuppe und ein feines Glas Wein, das gehört einfach dazu», sagt Helfer. Und nach dem Umzug werde die ganze Gruppe wieder an die Chürbisnachtparty im Baracoa gehen. «Wir gehören zu den Letzten, die nach Hause fahren.»

Helfer würde es begrüssen, wenn noch mehr Wagen am Umzug teilnehmen würden. «Wir würden unser Know-how auch gerne teilen, das wir in den letzten 20 Jahren gewonnen haben. Jedermann ist willkommen!»

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