Um die 50 Läuferinnen und Läufer trafen sich vor dem Mittag beim Schützenhaus Bettlach, um die traditionelle Laufstrecke zu bezwingen. Etwa eine Stunde zuvor starteten 15 Wanderer. Es sind mehr angetreten, als das Jahr zuvor. Zurückzuführen ist das wohl auf die besseren Wetterbedingungen, denn im vorherigen Jahr war der Bettlachberg verschneit und es war rutschig. Es waren heuer also gute Verhältnisse zum Laufen gegeben, der Schnee fehlte dennoch ein wenig, es ist ja schliesslich Winter.

Es sagten sogar einige Sonnenstrahlen guten Tag. Etwas windig war es aber auf einigen Abschnitten und die Angetretenen mussten mit dem Gegenwind kämpfen. Manchmal war es auch etwas glitschig, doch mit angepasstem Tempo meisterten alle auch diese kleine Hürde. Dank dem Transport des Organisationskomitees mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht viel mitschleppen. Ersatzkleider warteten bereits im Ziel, dem Bergrestaurant Oberes Brüggli. Während die Strecke absolviert wurde, hatte auch das OK alle Hände voll zu tun: Traditionsgemäss bereiteten sie den «Gemselitee» zu. Dieser erfreute nicht nur als Wärmelieferant, sondern er machte auch einen Teil des Ambientes aus. Nicht täglich wird man mit einem feinen Tee, der auf dem offenen Feuer gebraut wurde, empfangen. Um Energie zu tanken, konnte man sich mit einer leckeren Suppe in der Beiz stärken.

Das Feuer diente nicht nur dem Aufwärmen, es wurde getratscht, gelacht und über das vergangene Jahr geplaudert. Der Organisator Christian König freute sich über dieses Bild. Es gehe beim Silvesterlauf, der bereits seit 28 Jahren durchgeführt wird, schliesslich keineswegs um den Konkurrenzkampf, so König. Alle Teilnehmer sollten einfach den Plausch haben, deshalb würde auch nicht eine offizielle Zeit gemessen.

Wie gehabt: Eichers in Front

Diese Aufgabe konnten alle selber übernehmen. Der Seriensieger Bernhard Eicher tat das diese Saison zum 17. Mal. Wie erwartet traf er auch dieses Jahr als Erster im Ziel ein. Seine Bestzeit hat er aber um fünf Sekunden verpasst. Als erste Frau erreichte seine Frau Anja Eicher die Ziellinie. Auch sie konnte keinen neuen Rekord vermerken, um das ginge es aber nicht nur. Die ganze Stimmung, das Zusammensein und die gute Organisation machen den Lauf jedes Jahr zu einer Freude, lächelte das Siegerpärchen.

Auch zwei Jünglinge wagten sich an den Start: Der elfjährige Finn Affolter aus Selzach und der zwölfjährige Aurel von Arx aus Bettlach. Ersterer verpasste mit dem vierten Platz knapp das Podest, die Leistung der beiden war aber absolute Spitzenklasse. «Wir sind sehr stolz», freuten sich und lachten sich an. Das durften sie und alle anderen auch sein, denn die Strecke hat es in sich.