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Verwaltung der Rimann AG wird in einen Neubau ausgelagert

Weil eine Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes zu aufwendig ist, wird die Metall- und Maschinenbaufirma Rimann AG erweitert. Nun ist ein neues Firmengebäude geplant.

Andreas Toggweiler
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Wie ein riesiger Büchsenöffner. Aryma-Maschine zum Schneiden von kreisrunden Blechen
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Erneuerung der Rimann AG
Im geschützten Gebäude des Solothurner Architekten Fritz Haller sind mehrere Firmen
Der Stahl-Glas-Bau hat energetische Tücken
Sauger zur Reinigung von Metallbearbeitungsmaschinen
Ansicht des Neubaus, rechts die bestehende Fabrik
Ansicht von Westen
Nordfassade

Wie ein riesiger Büchsenöffner. Aryma-Maschine zum Schneiden von kreisrunden Blechen

Andreas Toggweiler

Die Archer Firma Rimann AG «residiert» seit 2006 in einem denkmalgeschützten Gebäude des Solothurner Architekten Fritz Haller, das in den 1960er-Jahren für die damalige Firma Rika erstellt wurde. Das ist laut Martin Christen, technischer Leiter der Firma, mehr Bürde als Würde.

So sei das Büro des Stahl/Glasgebäudes «praktisch nicht heizbar.» Eine energetische Sanierung wäre äusserst aufwendig. Christen und die weiteren Teilhaber Stefan Eichler und Heinz Schmid haben deshalb entschieden, die Verwaltung in einen Neubau auszulagern, der ab Herbst 6-8 Arbeitsplätze für die Büromitarbeitenden und «Aussendienstler» beherbergen wird sowie im Untergeschoss ein Lager für Produkte.

Das neue Firmengebäude wurde vom Architekturbüro Kobi in Biezwil geplant und muss optisch an das bestehende Gebäude angepasst werden.
Damit wird im Hauptgebäude Platz frei für die Produktion und für eine kleine Produktemesse. Paletten mit Maschinenteilen und ein Zelt vor dem Gebäude zeigen, dass der zusätzliche Platz auch so willkommen ist.

Eigentlich besteht das KMU mit derzeit 15 Mitarbeitenden aus zwei Firmen unter einem Dach. Die 1939 in Nidau von Alfred Rimann gegründete mechanische Werkstatt ist heute eine Spezialistin rund um das Bestücken und die Entsorgungskette von Stangen-Drehautomaten der Décolletage-Industrie, wie Martin Christen weiter erläutert.

So werden einerseits Aryma Zentrifugen hergestellt bzw. vertrieben, welche die anfallenden Metallspäne von Öl befreien. Gerade in der Herstellung von Grossserien kann damit ein beträchtlicher Teil des Öls rezykliert werden.

Die Späne werden gleichzeitig von problematischen Stoffen befreit und können in den von Rimann ebenfalls vertriebenen Pressen einer Deutschen Partnerfirma zu Briketts verdichtet werden, was den Transport erleichtert bzw. das Einschmelzen.

Schliesslich sorgen Spezialsauger einer französischen Firma für die Reinigung der Produktionsmaschinen. Die Werkstücke kommen schliesslich in Rimann-Metallkörben unterschiedlichster Grösse in die Waschanlage zur Entfettung. Eine Maschinenbau-Spezialität sind überdies die Aryma-Kreisscheren, welche das Schneiden kreisrunder Bleche erlauben.

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