Schlussstrich

Uhrencup & Event GmbH wird aufgelöst - Sascha Ruefer behält Marke

Verantwortliche des Uhrencup geben das Aus für den Uhrencup bekannt. v.l.: Urs Siegenthaler, Thomas Vogt, Sascha Ruefer und Roger Rossier.

Verantwortliche des Uhrencup geben das Aus für den Uhrencup bekannt. v.l.: Urs Siegenthaler, Thomas Vogt, Sascha Ruefer und Roger Rossier.

Sascha Ruefer, Roger Rossier und Urs Siegenthaler lösen ihre Firma Uhrencup & Event GmbH auf. Die Marke Uhrencup bleibt jedoch geschützt und bestehen.

Die Gesellschafter der Uhrencup & Event GmbH hätten sich entschlossen, «einen Schlussstrich unter eine erfolgreiche Epoche des ältesten Fussballturniers in Europa zu ziehen» und die Firma rückwirkend per 31. Dezember 2014 aufzulösen, heisst es in einer Medienmitteilung, die dieser Zeitung vorliegt.

Der Uhrencup bleibt geschützt und eingetragene Marke von Sascha Ruefer. An der Absicht, die Marke Uhrencup einem nachhaltigen Projekt in der Region zur Verfügung zu stellen, halten die bisherigen Organisatoren fest.

Sascha Ruefer, Roger Rossier und Urs Siegenthaler vollziehen damit einen Schritt, den man schon länger erwartet hat. An einer Medienkonferenz im Oktober 2013 hatte die Uhrencup GmbH betont, als Konsequenz auf die Geschehnisse rund um den darbenden FC Grenchen, nicht mehr aktiv als Turnierausrichter auftreten zu wollen. Stattdessen zeigte man sich gewillt, den Namen Uhrencup einem nachhaltigen Projekt zur Verfügung zu stellen. «15 Monate später stellen die Verantwortlichen mit Bedauern fest, dass sich auf dem Platz Grenchen keine Exponenten und Gremien finden lassen, die den Uhrencup nachhaltig weiterführen könnten», teilen die Verantwortlichen mit.

«Keine Erfolgschancen»

Die Bemühungen der Stadt, gemeinsam mit der Uhrencup & Event GmbH ein neues, spannendes Projekt zu realisieren, seien letztlich an der «desolaten Situation beim FC Grenchen» gescheitert. Eine Annäherung habe leider nie stattgefunden. «Noch immer agieren die Verantwortlichen für das aktuelle Desaster im Dunstkreis des Klubs», heisst es. Zudem habe der FC Grenchen das Angebot der Uhrencup & Event GmbH abgewiesen, an der Aufarbeitung der Situation mitzuarbeiten. «Ex-Präsident Rolf Bieri hat seinen Verzicht auf ein Darlehen an den Klub an die Bedingung geknüpft, dass die Uhrencup & Event GmbH keinen Einblick in die Vorstandsgeschäfte erhält.» 

Ein neues Projekt hätte im aktuell undurchsichtigen Umfeld des Traditionsvereins und auf dem Platz Grenchen keine Erfolgschancen, heisst es weiter. Zu viele Parameter würden nicht den Voraussetzungen entsprechen, die nötig wären, um ein erfolgreiches Turnier nachhaltig durchführen zu können.

Aus diesen Gründen haben die Gesellschafter Roger Rossier, Urs Siegenthaler und Sascha Ruefer beschlossen, die Uhrencup & Event GmbH aufzulösen. Damit soll eine Ära abgeschlossen und das Feld frei gemacht werden für allfällig neue Projekte.

Motivation war weg

2011 wurde der Uhrencup zum 50. Mal durchgeführt, das letzte Mal unter der ehrenamtlichen Führung Ruefers und seines Teams. Ein Jahr später verzichtete man auf eine Austragung aufgrund der Bauarbeiten fürs Velodrome. 2013 fand der Uhrencup unter der Leitung von Roger Rossier ein letztes Mal statt, aber die Stimmung war umgeschlagen. Denn inzwischen hatte der finanziell angeschlagene FC Grenchen mit dem ehemaligen Präsidenten Rolf Bieri Ansprüche auf den Uhrencup geltend gemacht und finanzielle Forderungen gestellt.

Die Gesellschafter der Uhrencup & Event GmbH und der vormalige Präsident des FC Grenchen, Thomas Vogt, wurden von Personen aus dem Dunstkreis Bieris sogar angezeigt, und weil es sich um Offizialdelikte handelte, wurde trotz Rückzug der Klagen, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Voruntersuchung wurde zwar eingestellt, das Geschirr aber war schon zerschlagen. Die Motivation, sich weiterhin für den Uhrencup in Grenchen einzusetzen, war weg. (ldu/om)

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