Silvesterlauf

Über 50 Läufer am sportlichen Schlussstrich des Jahres in Bettlach

Um einen sportlichen Schlussstrich unter das Jahr 2019 zu setzen, fanden sich am alljährlichen Silvesterlauf in Bettlach fast 50 Läuferinnen und Läufer zusammen. Sie bewältigten den sechs Kilometer langen Anstieg mit rund 650 Höhenmetern.

Den 29. Silvesterlauf starteten um elf Uhr etwas mehr als zwanzig Wanderer, eine Stunde später erfolgte dann der Startschuss für die Läufer. War der Start beim Schützenhaus Bettlach noch von Nebelschwaden überzogen, so präsentierte sich das Ziel beim Bergrestaurant Oberes Brüggli in Selzach circa 600 Meter weiter oben von seiner besten Seite.

Kaum hatte man die Nebelwand durchbrochen, wurde man von einem wolkenlosen Himmel und leuchtenden, wärmenden Sonnenstrahlen begrüsst. Vom Restaurant aus bot sich zudem ein hervorragender Blick auf das Nebelmeer und die am Horizont aufragenden Alpen.

Der Start beim Schützenhaus erfolgte noch im dichten Nebel.

Der Start beim Schützenhaus erfolgte noch im dichten Nebel.

Die Natur war jedoch nicht das Einzige, das den Teilnehmenden ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Auch der traditionelle Gemselitee - ein Kräutertee, den man bei Bedarf mit einem “Gutsch“ Likör aufpeppen kann - vermochte zu begeistern.

Wenn schon von Tradition die Rede ist: Dauersieger Bernhard Eicher bestieg auch heuer den Berg am schnellsten. Mit seinen 34 Minuten war er zwar rund drei Minuten langsamer als beim von ihm aufgestellten Streckenrekord, was jedoch auf den teilweise eisigen und sulzigen Untergrund zurückzuführen ist, der einige Läufer zu Fall brachte. Für eine kleine Sensation sorgte der erst zwölfjährige Finn Affolter, indem er direkt hinter Eicher auf den sensationellen zweiten Rang lief.

Auch bei den Frauen gab es eine Überraschung, denn da hörte die Siegerin erstmals seit vier Jahren nicht auf den Nachnamen Eicher. Als erste Frau überquerte nämlich Bettina Grünig die (imaginäre) Ziellinie, nur acht Minuten nach Beni Eicher.

«Letztes Jahr war ich schneller, ich habe heute bei den eisigen Stellen viel Zeit verloren. Die Jura-Top-Tour, bei der ich dieses Jahr mitgemacht habe, hat mir wohl aber gutgetan!», freut sich die Siegerin. Anja Eicher, die als Dritte immer noch auf dem Podest stand, gönnt ihr den Erfolg sichtlich: «Eigentlich wollte ich gar nicht teilnehmen, da ich erkältet bin, mein Mann hat mich dann jedoch quasi dazu gezwungen. Schlussendlich waren die anderen beiden halt einfach besser und das ist auch gut so.»

Genau diese Einstellung wünscht sich Christian König, Kopf des OK-Teams: «Das Wichtigste für mich ist das Zusammenkommen am Ende des Jahres, um miteinander über die Laufsaison diskutieren und berichten zu können. Die Kameradschaft steht bei uns im Fokus, es ist ja kein Wettkampf mit Zeitmessung. Es sollen alle in dem Tempo laufen, in dem sie möchten.»

Somit ist es für ihn nicht schwierig, ein Fazit zu ziehen. «Die Teilnehmer sind glücklich und zufrieden, also bin ich das auch!»

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