Das Team der HFTM, bestehend aus den Studierenden Felix Bärtschi, Thomas Duppenthaler, Florian Gehrig, Lukas Hofmann, Michael Johner, Ken Kaufmann und Bryan Schwengeler und dem Betreuer Thomas Zürcher hatte sich intensiv auf den Anlass vorbereitet und wurde erst im Final durch ein Team aus Aachen/D gestoppt», heisst es in einer Mitteilung. Das erreichte Resultat ist eine deutliche Steigerung zum letztjährigen fünften Rang in Brasilien. Der nächste Robocup wird im Sommer 2016 in Leipzig/D durchgeführt.

Am Robocup in China machten rund 800 Teams mit insgesamt 2500 Teilnehmern in verschiedenen Kategorien mit. In der «Logistic League» nahmen zusammen mit dem Team Solidus 12 Teams teil. Am Telefon aus China schildert Thomas Zürcher die Herausforderung für das Bieler Team: «Die Aufgabe war der Aufbau einer Produktion, in welcher ein Roboter die Teile zur entsprechenden Maschine bringt, sie wieder abholt und ausliefert.» Der Roboter mache sich in einer ersten Phase mit den Produktionsräumen vertraut und erhalte danach einen Produktionsauftrag, den er selbständig mit dem vorhandenen Maschinenpark ausführe.

Robocup 2015 in China

Robocup 2015 in China

Auf diese Herausforderung konnten sich die Studenten während eines halben Jahres auch im Unterricht vorbereiten, erläutert Zürcher weiter. Am 15. Juli reiste das Team nach China, am Dienstag ist die delegation zurück in der Schweiz. «Wir sind sehr glücklich, dass uns die Lösung der anspruchsvollen Aufgabe so gut gelungen ist, sagt Zürcher.

«Robotik und Digitalisierung sind Megatrends und sichern dem Werkplatz Schweiz die internationale Wettbewerbsfähigkeit», schreibt die HFTM weiter. «Die smarte Zukunft mit Industrie 4.0 hat begonnen und die HFT Mittelland bildet die dazu dringend benötigten, umsetzungsorientierten Fach- und Führungskräfte zum dipl. Techniker/in HF aus».

Das Robotik-Team «Solidus» biete ambitionierten Studenten der HFTM die Plattform, ihr Wissen in den Bereichen Automation, Konstruktion und Programmierung kreativ in Robotern umzusetzen und sich an internationalen Wettbewerben mit anderen Teams aus der ganzen Welt zu messen.

Die Studentenzahlen der HFTM sind seit der Gründung kontinuierlich gestiegen (wir berichteten). «Der Erfolg basiert auf der Tatsache, dass die Höhere Berufsbildung an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis, zwischen Bildung und Wirtschaft stattfindet. Der Praxisbezug des Studiums macht die Absolventen bei vielen Firmen zu bevorzugten Fachkräften», schreibt die Schule. (at.)