Grenchen

Streetdance im Parktheater – mit grosser Motivation und viel Drive

Die Kids-Gruppe "rabbiZ" posiert im Probenraum zusammen mit den Tanzlehrerinnen Anina Burki und Sarah Cattin (Mitte)

Die Kids-Gruppe "rabbiZ" posiert im Probenraum zusammen mit den Tanzlehrerinnen Anina Burki und Sarah Cattin (Mitte)

Am Sonntag verwandelt die Move! Dance School das Parktheater in einen Hexenkessel: 150 Kids, Jugendliche und Erwachsene proben seit Wochen für die neue Streetdance-Vorstellung. Die Show war innert weniger Tage ausverkauft.

Nach zweieinhalb Jahren bringt die Move Dance School von Sarah Cattin wieder eine grosse Vorstellung auf die Bühne, an der alle Tanzschülerinnen und -schüler der Streetdance-Schule teilnehmen – 150 Teilnehmende im Alter von 2 Jahren bis zu Erwachsenen. «Wir hatten zwischendurch immer wieder kurze Auftritte einzelner Gruppen, vor allem der Showgruppen», sagt Sarah Cattin, die mit den Vorbereitungen für die grosse Show schon im Mai begann. So zum Beispiel an der Mia, der Kürbisnacht sowie an verschiedenen Tanzwettbewerben und der Schweizer Meisterschaft, an der die Showgruppen teilnahmen.

«Das Publikum wird sicher das eine oder andere wiedererkennen. Aber – und das ist halt neu – wir zeigen eine abendfüllende Show mit vielen neuen Elementen und Choreos, welche das Publikum noch nie gesehen hat». Geprobt wird seit den Sommerferien, während der normalen Unterrichtsstunden. Das heisst für die meisten eine Stunde pro Woche, für die Showgruppen zwei bis drei Stunden pro Woche.

Hauptprobe ist erst am Sonntag möglich

Einen ersten Durchlauf, also die ganze Show mit Musik, Licht und Technik, könne sie erst am Sonntagmorgen bei der Hauptprobe im Parktheater machen, sagt die Tanzlehrerin. «Das erfordert eine genaue Planung. Diese umfasst momentan 12 Seiten», sagt Sarah Cattin. Alles sei geplant: Wer sich wann in welcher Garderobe umziehe und welche Begleitperson dabei ist. «Die grösste Gruppe ist zwischen sechs und neun Jahre alt, aber wir haben wie gesagt auch Zweijährige, die sich viermal umziehen müssen. Also muss entweder das Mami oder der Papi als Begleitperson hinter der Bühne helfen. Denn plötzlich muss ein Kleines aufs WC oder man muss Windeln wechseln ...

Proben Streetdance Schule Move! Grenchen von Sarah Cattin für die Show am 8.12.2019

Die Kids "rabbiZ" proben ihren Auftritt

Proben Streetdance Schule Move! Grenchen von Sarah Cattin für die Show am 8.12.2019

Alle Tickets waren innert Tagen weg

Letztes Mal hatte Sarah Cattin den Vorverkauf selber organisiert. Dieses Jahr gab sie die Verantwortung ab an die Baloise Bank Soba. Sie staunte nicht schlecht, als es bereits nach zwei Tagen hiess, praktisch alle Plätze seien weg. «Argim Asani, der Wirt des Restaurants Parktheater, war sehr hilfsbereit: Er ermöglichte zusätzliche 100 Plätze auf der Seitenestrade, die eigentlich nicht vorgesehen waren. «Überhaupt ist die Zusammenarbeit mit ihm ausgezeichnet. Er hat beispielsweise extra eine Popcorn-Maschine angeschafft für die Pause.
Und doch mussten sich offenbar die Soba-Angestellten einige böse Sprüche von Leuten anhören, die keine Tickets mehr bekamen. «Viele dachten, wenn der Vorverkauf am Montag beginnt, kriege ich am Dienstag sicher noch gute Plätze, aber da war eben das Meiste schon weg.»

Sie selber habe keine negativen Bemerkungen entgegennehmen müssen, sagt Sarah Cattin. Nur ein paar Sprüche, wie beispielsweise, ob sie sich nach der Show mit den Einnahmen Ferien in Dubai leisten könne, seien gefallen. «Da irren die Leute gewaltig. Schliesslich verlangen wir nicht 40 Franken, sondern nur 10 Franken Eintritt. Die Einnahmen decken die Miete fürs Parktheater, die Technik, die etwas aufwendiger ist mit Headsets und einigen showwirksamen Effekten, die Entlöhnung der Tanzlehrerinnen. Dazu möchte ich mich auch bei den vielen Helferinnen und Helfer zumindest mit einem Blumenstrauss bedanken können.»

Zweimal dasselbe Publikum im Saal ?

Weshalb aber keine Zusatzvorstellung? «Das würde nicht viel bringen, denn der grösste Teil des Publikums besteht aus Eltern und Grosseltern der Kinder, die auf der Bühne stehen. Die Kinder müssen auch bei einer Zusatzvorstellung begleitet werden, also wäre quasi dasselbe Publikum im Saal.»

Eigentlich gebe es nur eine Lösung für ein nächstes Mal, sagt Sarah Cattin lachend: «So lange wir solchen Erfolg haben, würde nur ein grösserer Saal helfen – wie zum Beispiel das Velodrome.»

Move! Dance School

Im Parktheater, Sonntag, 8. Dezember, ab 17 Uhr. Eintritt: Fr. 10.–, Türöffnung um 16.15 Uhr. Restaurant Parktheater ist geöffnet.

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