Grenchen

Stiftung Schmelzi: Flohmarkt lockt Publikum in Scharen an und kämpft mit Platznot

Der zum fünften Mal ausgetragene Flohmarkt in Grenchen erfreut sich so grosser Beliebtheit, das er platzmässig langsam an seine Kapazitätsgrenzen stösst. Einigen Interessenten musste aus Platzgründen eine Absage erteilt werden.

Man habe es geschafft, den Schmelzi-Flohmarkt fest im Grenchner Kulturprogramm zu verankern, sagt Institutionsleiter Guido Studer zufrieden. Denn der Flohmi feierte bereits sein 5-jähriges Bestehen und lockte am Samstag mit einer Vielzahl von Ständen auf dem Markt- und Zytplatz.

«Mit den vermieteten Ständen, unserem eigenen und den Plätzen, an denen Kinder ihre Waren präsentieren können, haben wir rund 80 bis 90 Teilnehmer», erklärt OK-Mitglied Studer. Das Interesse war enorm, denn selbst wenige Tage vor dem Anlass gab es noch Anfragen für freie Plätze. Aber langsam stosse man auch an die Grenzen. Denn der Flohmi ist in den letzten Jahren dermassen gewachsen, dass nicht mehr viel Kapazität übrig bleibt. So kam es dieses Jahr zum ersten Mal vor, dass einigen Interessenten aus Platzgründen eine Absage erteilt werden musste.

Nachfolger des Schmelzifestes

Der Flohmi ist der Nachfolger des Schmelzifestes, welches nie die gewünschte Resonanz erhielt. «Wir dachten uns, wenn die Leute nicht zu uns kommen wollen, dann gehen wir halt zu ihnen», so der Heimleiter. Anders als sein Vorgängerevent ist der Flohmarkt der Stiftung Schmelzi seit je her ein Publikumsmagnet.

Auch dieses Jahr kamen bei schönstem Wetter wieder unzählige Besucherinnen und Besucher, um in der dargebotenen Ware zu stöbern, in der Hoffnung, das eine oder andere Schmuckstück vergangener Tage zu entdecken. Zu finden gab es, nebst allerlei Krimskrams, vor allem Bücher, Porzellan, Kleider und Kinderspielzeug. Aber auch weniger alltägliche und zum Teil kuriose Gegenstände konnten erworben werden, wie zum Beispiel eine Schaufensterpuppe oder eine Massageliege.

Standmieten für Stiftung

Mieten konnte solch einen Stand jeder, der Lust hatte, und das für 50 bis 70 Franken. Kinder dürfen ihre Ware sogar kostenlos anbieten. Die Standgebühren fliessen in die Stiftung Schmelzi und kommen so psychologisch betreuten Menschen in schwierigen Lebenssituationen zugute. Da die Standplätze relativ günstig vergeben werden, mache man dadurch aber nicht das grosse Geld. Ohnehin stehe der finanzielle Aspekt nicht im Vordergrund.

Denn wichtiger sei es, dass die Besucher aufgrund des Flohmarktes auf die Institution aufmerksam gemacht werden. Ausserdem solle das Ganze vor allem eines: Spass machen. Es sei doch eine Freude, zu sehen, dass in Grenchen etwas läuft und der Marktplatz voller Leute ist, so Studer.

100 Mitarbeitende im Einsatz

Damit alles reibungslos über die Bühne geht und zusätzlich auch alle Klienten des Schmelzi betreut werden können, sind alle Mitarbeitenden der Institution im Einsatz, was rund 100 Personen sind. Aber auch der FC Grenchen hilft wie jedes Jahr wieder kräftig mit. Denn der Fussballverein bewirtschaftete das Festzelt.

Dort konnten die Besucher, wenn sie müde und erschöpft vom Suchen, Stöbern und Feilschen waren, wieder neue Energie tanken bei einem kühlen Getränk oder einem feinen Risotto nach Tessiner Art, um sich dann gestärkt wieder ins Getümmel zu stürzen.

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