Grenchen

Stellenabbau im Bachtelen: Das Sonderpädagogische Zentrum muss sein Angebot anpassen

Stellenabbau. (Symbolbild)

Das «Bachtelen» blickte auf ein «spannendes Jahr voller Veränderungen» zurück, wie es in einer Mitteilung heisst. Die ausserschulische Betreuung im Rahmen der Tagesstrukturen wird durch den Kanton Solothurn abgebaut und die Anfragen für die Betreuung im Wocheninternat gehen zurück. 

Hingegen besteht eine dringende Nachfrage nach Plätzen für 365 Tage-Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Zwei Wohngruppen sind dafür bereits aufgebaut worden. «Der Bereich 'Wohnen' wird uns im kommenden Jahr stark beschäftigen», sagte Gesamtleiter Karl Diethelm in seinem Tätigkeitsbericht.

Er informierte über den erfolgreichen Abschluss von drei Leistungsvereinbarungen: 1. mit der IV über die berufliche Integration, 2. mit dem Volksschulamt (VSA) des Kantons für die Spezialklassen Verhalten (früher Regionale Kleinklassen) für die Übergangszeit bis zur Neuorganisation im kantonalen Projekt OptiSO+ (s. unten) und 3. mit dem VSA für den Frühbereich und die sonderschulischen Angebote in dieser Übergangszeit.

14 Vollzeitstellen minus

Durch den Abbau der Tagesstruktur wurde ein neues Konzept zum Erhalt der sozialpädagogischen Betreuung umgesetzt. Sozialpädagogen werden nun im Schulunterricht zur Ergänzung und Unterstützung der heilpädagogischen Lehrkräfte eingesetzt.

Diese Veränderungen haben einen Stellenabbau zur Folge, der bisher (minus 700 Stellenprozente) «weitgehend sozialverträglich gestaltet werden konnte, über Pensionierungen und natürliche Abgänge», wie das «Bachtelen in einer Mitteilung schreibt. Bis Ende 2022 ist der Abbau von weiteren 700 Stellenprozenten geplant. Gesamthaft betrifft das 24 bis 28 Mitarbeitende.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte mit dem Aufbau neuer Angebote die Rechnung 2018 ein Plus von 938’000 Franken verbuchen. Dies bei einem Aufwand von knapp 26,6 Mio. Franken.

Foyers gemeinsam leiten

Geplant ist die beiden Foyers Hermitage (männliche Jugendliche) und Jeunes Femmes (weibliche Jugendliche) unter einer gemeinsamen Leitung zu vereinigen. Zum Schluss informierte Kurt Rufer, Abteilungsleiter individuelle Leistungen im VSA, über das Projekt OptiSO+, das derzeit läuft. Damit sollen in der kantonalen Sonderschul- respektive Heimlandschaft die Abläufe, Angebote und Tarifstrukturen einheitlich und zugleich einfacher werden. (rrg)

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