Gemeinderat Grenchen

Standort für Robi-Spielplatz ist gefunden

Idyllisch und zentral: Gelände zwischen Minigolf und christkatholischer Kirche, wo der Robinson-Spielplatz hinkommen könnte.

Im Gemeinderat Grenchen steht der Entscheid über den neuen Standort beim Minigolf und den nötigen Kredit an.

Der Robinsonspielplatz auf dem Areal Oelirain stand bereits im Sommer vor zwei Jahren vor einem Problem: Die Stadt Grenchen hatte für die Nutzung des Areals mit dem Eigentümer seit dem Jahr 1986 einen Gebrauchsleihevertrag abgeschlossen. Per Ende Juli 2017 wurde dieser Vertrag vom Eigentümer gekündigt, weil das Areal überbaut werden sollte. Zwar wurde das Grundstück weiterverkauft und der Verein Interessengemeinschaft Spielplätze Grenchen ISG erhielt die Zusicherung, bis auf Zusehen hin dortbleiben zu können. Ende letztes Jahr war dann aber Schluss, weil der Baustart im März 2019 erfolgen sollte. Das Gelände wurde geräumt und seither war die Stadt gemeinsam mit den Betreibern des Robinsonspielplatzes auf der Suche nach einem neuen Standort.

Etliche Standorte geprüft

Verschiedene Varianten standen zur Auswahl:

  • Die Wiese an der Storchengasse zwischen Coop und Migros, die für eine Zwischennutzung von ein paar Jahren zur Verfügung stand – auch dort bestehen seit geraumer Zeit Pläne für eine Überbauung, folglich keine langfristige Lösung.
  • Ein Gelände an der Gibelstrasse 1, vis-à-vis des Stadthauses, im Besitz der Stadt, aber verbunden mit hohen Instandstellungskosten, nicht langfristig.
  • Die Wiese hinter dem Stadthaus an der Bahnhofstrasse, in Stadtbesitz, aber ohne Umzäunung und problematisch für Elterntaxis.
  • Die Schild Rust-Wiese, wo sich schon früher einmal ein Spielplatz befand, in Privatbesitz und einst als Standort des ominösen neuen Grenchner Warenhauses vorgesehen. Keine langfristige Lösung.
  • Die Wiese westlich des Zwinglihauses, in Privatbesitz. Eine Zwischennutzung müsste verhandelt werden und die Umzäunung fehlt.
  • Ein Grundstück an der Lindenstrasse, zwischen der christkatholischen Kirche und der Minigolfanlage. Das Grundstück ist in Stadtbesitz und wurde im Schlussbericht eines Workshops des Projekts «Kinderfreundliche Gemeinde» zur Erlangung des UNICEF-Labels bereits 2014 erwähnt.

Zentrale Lage

Die Abteilung Standortförderung, Kultur, Sport und Freizeit fokussiert sich jetzt auf die letzte Variante. In unmittelbarer Nähe gibt es zwei weitere Spielplätze – den General Guisan-Platz und den Stadtpark – und die Erstellung eines Robinson-Spielplatzes würde den beliebten Freizeit-Perimeter zwischen Nordbahnhof und Stadtzentrum weiter aufwerten. Auch die Baudirektion und die ISG (Interessengemeinschaft Spielplätze Grenchen= sind dieser Meinung, wie sich nach einer Begehung im April zeigte. Allerdings kann man die alten Geräte des ehemaligen Robinson-Spielplatzes nicht weiterverwenden, wie bisher angenommen. Der zuständige Sicherheitsexperte beurteilt ihren Zustand als ungenügend.

Damit nimmt das Projekt aber eine neue Dimension an. Es soll nämlich ein zeitgemässer Abenteuerspielplatz geschaffen werden, der auch den Ansprüchen der Jugendlichen aus dem UNICEF-Workshop genügt – mit Sitzgelegenheiten, Unterstand, Grillstelle, Baumhaus und Brunnen. Das kostet, könnte aber rasch umgesetzt werden, sogar unter Mithilfe der Jugendlichen: Elemente aus dem Skaterpark könnten hierher verschoben werden.

Entscheid über Nachtragskredit

Der Gemeinderat entscheidet heute Abend über einen Nachtragskredit in der Höhe von 295'000 Franken für den Rückbau der alten Minigolf-Eternitanlage, Rodungen und Werkleitungen, einen Waldkindergarten-Wagen – eine Art Planwagen, diverse Spielgeräte und die Ausgestaltung des Areals für eine öffentliche Benützung. Der Verein ISG stellt mindestens 60'000 Franken aus Eigenmitteln und Sponsorengeldern in Aussicht, der Lotteriefonds dürfte ebenfalls maximal 20'000 Fr. beisteuern. Mit dem Verein ISG als Betreiber wird eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Der Rat tagt heute ab 17 Uhr im Parktheater (Ratssaal).

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