Grenchen

So schön ist ein Wintertag auf dem Grenchenberg

Die ersten Tage der Sportferien brachten viel Betrieb und eine Menge Leute auf den Berg. Das schöne Wetter lockte die Leute aus dem Nebel an die Sonne.

«Dienstag war einfach die Hölle los», meint Vreni Schneider, Wirtin des Restaurants Untergrenchenberg. So viele Leute habe sie schon lange nicht mehr bewirtet. Darunter viele Auswärtige, aus dem Aargau, dem Wasseramt, dem Bernbiet. Und Mittwoch war es nicht anders: «Unten-grau-oben-blau» lockte die Menschen auf den Berg. Mittwoch setzte die BGU bei beiden Kursen zusätzliche Extrabusse ein, die bis auf den letzten Platz gefüllt waren. Viele hatten Ski eingeladen, viele kamen aber auch mit Schneeschuhen, Rucksäcken und Stöcken und machten sich sogleich auf den Weg.

Vielleicht beschleunigt der Spaziergang die Geburt?

Vielleicht beschleunigt der Spaziergang die Geburt?

Ein junges Paar aus Arch spazierte mit ihrem Kind die Strasse entlang. Sie verbrächten die Zeit hier oben mit Warten, meinten sie. Denn die Geburt ihres zweiten Kindes sei nun schon eine Woche überfällig. Vielleicht helfe der Spaziergang im Schnee. 

Bro Sport Selzach organisiert während der zwei Wochen die Skischule. Die Kiddies hatten einen Heidenspass am Nachmittag – nur bei den Kleinsten floss ab und zu ein Tränlein, weil «Skifahren einfach viel zu schwierig ist». Übrigens: Die Bezeichnung «Stemmbogen» gibt es offenbar nicht mehr. «Jetzt mach Pizza», heisst es in der heutigen Zeit. Also die Ski zu einem Pizzastück formen und dann geht es (vielleicht) um die Kurve. Sollte das nicht gelingen, sind die helfenden Hände der Leiterin da, die eine unkontrollierte rasante Talfahrt verhindern.

Gar keine Mühe mit wunderschönen, eleganten Bogen auf seinen Ski hatte ein Herr mit Stirnband und weissem Haar. «Normalerweise ziehe auch ich einen Helm an, aber heute war mir einfach zu warm.» Er stehe dieses Jahr zum ersten Mal auf den Ski, und alles sei noch etwas «lodelig», meinte der sportliche Mann. Aber das komme schon noch. Er sei früher mit seinen Kollegen viel im Oberland oder im Wallis Ski gefahren, Adelboden, Grindelwald, Verbier, so der Grenchner. Und natürlich auch regelmässig auf dem Hausberg, dem Grenchenberg. Er habe jetzt etwas zurückbuchstabiert, mit künstlichen Hüften, aber er treibe immer noch Sport. 10 000 Kilometer pro Jahr auf dem Velo. Und Skifahren. Theo Schnider, vor wenigen Wochen wurde der ehemalige Chauffeur der BGU 78 Jahre alt. Zehn Jahre lang war Schnider Mitglied der Trampolin-Nationalmannschaft, im Jahr 1972 sogar Schweizer Meister.

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