Session
Kantonsrat tagt ab Dienstag erneut im Grenchner Velodrome, umkreist von Holländischer Rad-Nationalmannschaft

Am Mittwoch kommen die Kantonsräte zudem zu einer Vorführung der holländischen Rad-Nationalmannschaft. Publikum ist nach wie vor keines zugelassen.

Andreas Toggweiler
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Remo Bill (links), Kantonsrat und Vize-Stadtpräsident von Grenchen, mit Kantonsratssekretär Markus Ballmer.

Remo Bill (links), Kantonsrat und Vize-Stadtpräsident von Grenchen, mit Kantonsratssekretär Markus Ballmer.

Andreas Toggweiler

Eine 22-köpfige Delegation aus Holland weilt zurzeit in Grenchen, um im Velodrome für die Olympischen Spiele in Tokio zu trainieren. «Die Radfahrer des holländischen Nationalteams werden am Mittwoch für uns eine Kostprobe geben», erklärt der Grenchner Kantonsrat Remo Bill. Dies im Rahmen des Apéros nach der zweitägigen Session, an der auch die neue Regierung vereidigt und die scheidenden Regierungsräte, Roland Heim und Roland Fürst, verabschiedet werden.

«Die Stadt Grenchen ist stolz und freut sich sehr, dass das Kantonsparlament die Juli-Session 2021 wieder im Tissot Velodrome in Grenchen durchführt»,

sagt Bill, der auch Vize-Stadtpräsident von Grenchen ist.

Blumen, Flaggen und Bustransfers

Die Stadt Grenchen werde erneut eine Beflaggung anbringen, für den Blumenschmuck im Velodrome sorgen und einen Bustransfer für die anreisenden Kantonsrätinnen und Kantonsräte ab Nordbahnhof organisieren, erklärt Bill.

Bereits im Mai fand die Sitzung im Velodrome statt.

Bereits im Mai fand die Sitzung im Velodrome statt.

Hanspeter Bärtschi

Markus Ballmer, Sekretär des Kantonsrates, hat für die Location, in welcher das Kantonsparlament schon im Frühjahr tagte, nur Lob: «Die Anlage ist für unsere Bedürfnisse ideal und die Grösse der Halle erlaubt uns auch, Lockerungen beim Coronaregime vorzunehmen.» Die Kantonsräte werden auch diesmal vom Velodrome-Restaurant verpflegt und die Fraktionen können ihre Sitzungen vom Dienstagnachmittag inhouse abhalten.

3G-Konzept für Parlamentarier

Ballmer will in Absprache mit dem Pandemiestab ein «3G-Konzept» für die Session umsetzen. Das heisst, geimpfte, genesene oder getestete Ratsmitglieder dürfen an dieser Session ihrem Arbeitsplatz die Maske abnehmen. «Das scheint mir für eine mehrstündige Sitzung doch eine wesentliche Erleichterung», meint Ballmer. Aus Datenschutzgründen wird das Gesundheitsmonitoring der Kantonsräte «outgesourced».

Während des Apéros am Mittwoch gibt es eine Radfahrer-Vorführung (Bild: Schweizer Meisterschaft im Omnium-Bahnradfahren am Donnerstag, 18. Februar 2021, in Grenchen).

Während des Apéros am Mittwoch gibt es eine Radfahrer-Vorführung (Bild: Schweizer Meisterschaft im Omnium-Bahnradfahren am Donnerstag, 18. Februar 2021, in Grenchen).

Ulf Schiller

Die Lockerungen seien aber nur möglich, wenn die drei Sitzungen nach wie vor ohne Publikum stattfinden. Die Öffentlichkeit wird somit auch dieses Mal durch eine Internetübertragung der Ratsverhandlungen sichergestellt.

Publikum nur per Livestream

Die Verhandlungen lassen sich somit auf der Website des Kantonsrates live verfolgen. Diese scheinen auch auf Interesse zu stossen. An der vergangenen Session wurden mehrere hundert virtuelle Zuschauer registriert.

Markus Ballmer hofft auch, dass die nächste Kantonsratssession wieder im Ratssaal in Solothurn stattfinden kann. Die angekündigten Lockerungen des Bundesrates im August könnten dies möglich machen. «Und falls nicht, haben wir inzwischen genug Erfahrung mit externen Sessionen. Wir können die Konzepte sozusagen aus der Schublade ziehen.»

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