Selzach
Neue Ärztin in der Gemeinschaftspraxis Selzach erhält ihren Aktienanteil

Der Gemeinderat bewilligte den Antrag auf Neuverteilung der Aktien und genehmigte das Budget 2022 der Einwohnergemeinde zuhanden der Gemeindeversammlung.

Susanna Hofer
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Das Team der Gemeinschaftspraxis Selzach AG an der Dorfstrasse 1c

Das Team der Gemeinschaftspraxis Selzach AG an der Dorfstrasse 1c

zvg

Die Gemeinschaftspraxis Selzach AG an der Dorfstrasse 1c hat seit 1. November 2020 eine neue Ärztin angestellt, Dr. Petra Durrer. Die Fachärztin für Innere Medizin und Intensivmedizin habe sich schnell und kompetent in die bestehende Praxisgemeinschaft eingefügt, es hätten auch neue Patienten gewonnen werden können, hiess es an der Gemeinderatssitzung.

Das Pensum von Durrer wurde zwischenzeitlich auf 50 Prozent erhöht. Der Verwaltungsrat schlug deshalb vor, ihrem Wunsch nachzukommen, sich an der AG zu beteiligen. Es sei aber auch der explizite Wunsch der Ärzteschaft, dass Dr. med. Thomas Reinhart, die Einwohnergemeinde Selzach und die PraxaMed Holding AG ihre reduzierten Anteile bis Ende 2025 behalten würden.

Die Aktienverteilung solle somit per Anfang 2022 wie folgt aussehen: Deborah Reinhart, Hanspeter Fink und Petra Durrer je 30 Prozent, Thomas Reinhart, PraxaMed Holding AG und die Einwohnergemeinde Selzach je 3,33 Prozent.

Der Gemeinderat war der Überzeugung, dass der Erhalt und Erfolg der Gemeinschaftspraxis für die Einwohner von Selzach einen hohen Wert habe. Mit der Beteiligung von Petra Durrer sei ein weiterer Schritt bei der Umsetzung der Strategie getan, dass mittelfristig sämtliche Aktien im Besitz der praktizierenden Ärzte sein sollen. Dem Beschlussentwurf von Verwaltungsrat Hans-Peter Hadorn, der den Antrag an den Gemeinderat stellte, wurde mit einem einhelligen Ja zugestimmt.

Der Steuerfuss bleibt der Gleiche

Die Gemeinde Selzach rechnet für das kommende Jahr wie bereits im Budget 2021 mit deutlich tieferen Beiträgen an den Finanzausgleich. Der erwartete Steuerausfall wird weiterhin durch den Kanton kompensiert. Das im Finanzplan bereits erwartete strukturelle Defizit bestätigt sich jedoch. Es werde hervorgerufen durch das Wegfallen der Sondereffekte, die bis zur Rechnung 2020 noch positiv gewirkt hatten, war im Rat zu vernehmen.

Dank der umsichtigen Planung der vergangenen Jahre konnte anlässlich des Rechnungsabschlusses 2020 ein Eigenkapital von 20.1 Millionen Franken aufgebaut werden. Dieses Polster erlaube es der Gemeinde, trotz erwarteter hoher Aufwandüberschüsse in den nächsten Jahren, die Entwicklungen aufmerksam abzuwarten; für notwendige korrigierende Massnahmen bleibe genügend Zeit, hiess es. Der Steuerfuss bleibt sowohl für Juristische als auch für Natürliche Personen der Gleiche wie im laufenden Jahr, nämlich 113 Prozent für juristische, respektive 108 Prozent für natürliche Personen. Der Gemeinderat genehmigte das Budget 2022 schliesslich zuhanden der Gemeindeversammlung.

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