Kinderbetreuung

Schulen haben rund 40 Hilfsgesuche von Grenchner Eltern erhalten

In den Schulen Grenchens bereitet man sich aufs Corona-Dispositiv vor (Bild vom Montag, 16. März)

In den Schulen Grenchens bereitet man sich aufs Corona-Dispositiv vor (Bild vom Montag, 16. März)

Bis am Montag haben sich in Grenchen 40 arbeitstätige Eltern für einen Betreuungsplatz für ihre Kinder gemeldet. In allen drei Quartierschulhäusern wurde ein Angebot gestartet.

Weil die Schulen aufgrund des Coronavirus geschlossen wurden, konnten arbeitstätige Eltern, die keine private Betreuungslösung gefunden haben, sich bei der Grenchner Schulverwaltung melden. Laut Gesamtschulleiter Hubert Bläsi wurde bis zum Ablauf der Meldefrist am Montagnachmittag Bedarf für Betreuungsplätze für etwa 40 Kinder angemeldet. Dies ist laut Einschätzung von Bläsi eine Zahl, welche mit den vorhandenen Ressourcen gut zu bewältigen ist. Es zeige auch, dass viele Eltern eigenverantwortlich für Lösungen gesorgt haben. 

Zwei Betreuungsgruppen pro Schulhaus

«Für die Betreuung der Kinder haben wir darauf geachtet, dass wir Lehrkräfte einsetzen, die selbst nicht zur Risikogruppe gehören», erläutert Bläsi. Es wurden je zwei Betreuungsgruppen pro Schulkreis gebildet, die sich in den Räumen der drei Quartierschulhäuser Eichholz, Halden und Kastels treffen. Da jetzt genügend Platz zur Verfügung stehe, könne jede Gruppe für sich funktionieren, ohne, dass es zu Vermischungen komme. Man habe auch darauf geachtet, dass Geschwister in derselben Gruppe eingeteilt sind. 

Betreut werden schwergewichtig Kinder von der Kindergartenstufe bis zur 3. Klasse, vereinzelt auch ältere. Sie können beispielsweise Hausaufgaben machen oder spielen. Dazu können die Spielsachen der stillgelegten Tagesstrukturen verwendet werden. «Wir erteilen bewusst keinen Unterricht um eine Gleichbehandlung mit den Kindern im Home Schooling zu erreichen», betont Bläsi. Die Kinder  konnten übrigens gestern in einer konzertierten und zeitlich gestaffelten Aktion ihr Schulmaterial in den Schulhäusern abholen, das sie für den Unterricht zu Hause benötigen. Die Kinderbetreuung erfolgt von 7.45 -12 Uhr und von 13.30 -16.30 Uhr. Die Kinder werden von den Eltern gebracht und abgeholt. 

Ebenfalls aufgezogen wurde ein Not-Dispositiv für die Betreuung von Kindern im Vorschulalter. Dabei halte man sich an die Vorgaben von Bund und Kanton. Die beiden von der Stadt geführten Kinderkrippen können damit für zehn Kinder einen Betreuungsplatz anbieten. Laut Einschätzung von Hubert Bläsi hat die einschneidende Umstellung der Schulen auf das Corona-Regime bis dato reibungslos geklappt. Die Bestätigung, dass es «verhebt», kriege man allerdings erst in den nächsten Tage und Wochen.

In Bettlach wurde gemäss Informationen aus der Lehrerschaft bisher ein Bedarf von sieben Betreuungsplätzen angemeldet.  

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