Generalversammlung

Red-Bull-Anlass steht bei Pro Grenchen auf der Watchlist

Beim Flughafen Grenchen findet im August der Red Bull Air Race Day statt.

Beim Flughafen Grenchen findet im August der Red Bull Air Race Day statt.

5. Generalversammlung von Pro Grenchen thematisierte die Biodiversität und den Flughafen.

Zersiedeln oder verdichten – beides tut der Biodiversität nicht gut. Dies das Fazit des Vortrags von Simona Kobel von Pro Natura Schweiz anlässlich der Generalversammlung des Vereins ProGrenchen. Der Vortrag zeigte gemäss einer Mitteilung eindrücklich, wie stark die Artenvielfalt in der Schweiz in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen hat.

Leider habe auch die dichtere Überbauung seine Schattenseiten und bringe die schädlichen Immissionen einfach in die Stadt. Viele Gemeinden im Kanton Solothurn seien im Rahmen der anstehenden Ortsplanungsrevisionen gefordert, die nationalen und internationa-len Vereinbarungen zur Förderung der Biodiversität konkret umzusetzen.

ProGrenchen-Präsident Elias Meier konnte auf ein gemischtes Vereinsjahr zurückblicken. Zum einen hielt das Bundesgericht fest, dass die von Pro Grenchen organisierten Windparkgegner nicht einsprachberechtigt sind, zum andern habe der benachbarte Windpark Montoz – Pré Richard auf Berner Seite verhindert werden können.

Die Mitglieder beschlossen laut Mitteilung, das Projekt «Red Bull Air Race Day(s)» vom Wochenende des 10. und 11. August 2019 kritisch zu beobachten und anschliessend ein Resümee zu machen. Es sei unklar, ob die Vorteile des Grossanlasses mit über 15 000 erwarteten Zuschauern (positives Image, Unterhaltung, Wirtschaftlichkeit) die Nachteile der zweitägigen Veranstaltung (Kosten für die Sicherheit, Verkehr, Lärm, Störung der Witischutzzone) überwiegen würden, schreibt «Pro Grenchen». (mgt)

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