«quasi abgesagt»
Grenchner Fasnacht 2022: Kein Umzug und auch keine Kinderfasnacht

Die Corona-Verschärfungen der Behörden killen auch die Fasnacht 2022. Die Umzüge in Olten und Solothurn sind abgesagt, und jetzt auch in Grenchen. Wenn auch noch nicht offiziell.

Andreas Toggweiler
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Der Coro-Narr bleibt weiterhin in Sicherheitshaft. Das Fasnachtsdenkmal an Hilari 2021.

Der Coro-Narr bleibt weiterhin in Sicherheitshaft. Das Fasnachtsdenkmal an Hilari 2021.

zvg

«Die Grenchner Fasnacht ist quasi abgesagt», erklärt Obernarr Patrick Meier auf Anfrage. Unter dem derzeit geltenden Coronaregime würden vom Kanton keine Fasnachtsumzüge bewilligt und der Kanton rät den Gemeinden, auch keine Umzüge mit weniger als 1000 Personen zu bewilligen. Das heisse für Grenchen: Kein Umzug, keine Kinderfasnacht.

In einem Dokument des kantonalen Gesundheitsamtes, das unlängst beim Vorstand des VSEG (Verband der Solothurnischen Einwohnergemeinden) präsentiert wurde, sind auch die Aussichten für die Strassenfasnacht nicht besser: «Die Gemeinden sollten zurückhaltend sein mit der Bewilligung von temporären Aussengastronomie», heisst es. Eventuell müssten sogar «Jahresbewilligungen für Aussenterrassen geprüft/entzogen werden.»

«Wir haben die Fasnacht noch nicht offiziell abgesagt, aber es wird wohl darauf hinauslaufen,» meint der Grenchner Obernarr. Ein Entscheid falle voraussichtlich am 5. Januar. An einer Sitzung werde dann erwogen, welche kurzfristigen Aktionen oder Anlässe noch möglich seien. Ein 2G-Regime für Zünfte und Guggenmusiken sei jeden Fall kaum praktikabel, meint Meier.

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