Schach

Profis und Amateure führen stillen Kampf auf 64 Feldern

Beim Blitzschach-Turnier in Grenchen beugten sich erstmals auch zwei Frauen über das Brett.

An der 17. Ausgabe des SoBa-RapidOpen spielten 53 Schachspieler gegeneinander. Bei diesem Schnellschachturnier können Amateure gegen Profis antreten. Gewonnen wurde das Turnier von Christoph Drechsler aus Zürich, vor Murtez Ondozi aus Nyon.

Sonntagmorgen im Parktheater Grenchen: Der Start wird verkündet, die Kontrahenten setzen sich gegenüber und schütteln sich die Hand. Der Spieler mit den weissen Figuren macht, wie gehabt, seinen ersten Zug. Stille macht sich im Saal des Parktheaters breit, durchbrochen nur durch das Klicken der Stoppuhren. Am Baloise Bank SoBa-Rapidopen hat jeder Spieler gesamthaft 25 Minuten Bedenkzeit, der Wettkampf gehört zum Schnellschachturnier.

Breites Teilnehmerfeld

Auch in diesem Jahr nahmen an einem der grössten Schach-Open im Kanton
Solothurn Spieler verschiedener Generationen teil. Die Spieler kamen aus mehreren Ländern und aus der ganzen Schweiz.

André Brunschwyler und Helmut Löffler vom Schachclub Grenchen, die den Anlass wieder organisierten, zeigen sich über die Anzahl Anmeldungen zufrieden. 53 Spieler haben sich eingefunden. «Wegen der Wetterbedingungen haben wir damit gerechnet, dass sich viele abmelden werden», so Brunschwyler.

Letztlich hätten aber nur sieben Spieler abgesagt. «Alle kamen gut an, jedoch kam ein Spieler wegen Problemen im öffentlichen Verkehr zu spät und musste deshalb für die erste RundeForfait geben.» Unter den Wettkämpfern befanden sich auch vier Junioren und zwei Frauen, auch darüber freuen sich die Organisatoren. In den letzten Jahren war das Turnier nämlich jeweils vollständig männlich besetzt, keine Frau hatte sich angemeldet. Dankbar zeigt man sich auch gegenüber dem Hauptsponsor, ohne den das Turnier unmöglich wäre, wie es heisst.

Amateure spielen gegen Profis

Am Rapidopen sind alle Schachspieler zur Teilnahme berechtigt. Dadurch erhalten Amateure die seltene Gelegenheit, gegen Profis antreten zu dürfen, was hochgeschätzt wird. Doch durch das System des Turniers wird Ausgeglichenheit geschaffen: Da Gewinner gegen Gewinner und Verlierer gegen Verlierer antreten, spielen spätestens nach der dritten von gesamthaft sieben Runden potenzielle Siegesanwärter gegeneinander.

Heuer waren ein Internationaler Meister und sieben FIDE-Meister vertreten, darunter der Titelverteidiger vom letzten Jahr, Vjekoslav Vulevic (Montenegro). Dieser schaffte es heuer immerhin auf den 3. Rang.

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