Parktheater
Brass Ensemble von Weltformat tritt am Remember-Konzert der IMG auf

Die «Mnozil Brass» aus Wien zeigt am 16. September ihre Geburtstagsshow «Gold» – dank Corona ist das möglich geworden.

Oliver Menge
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Ein offizielles Foto der Band.

Ein offizielles Foto der Band.

Daniela Matejschek / zvg

1992 trafen sich sieben junge Blechbläser regelmässig im Gasthaus Mnozil, vis-à-vis der Musikhochschule Wien im 1. Bezirk, bei regelmässigen Musikstammtischen bei Josef Mnozil, dem Wirt des Gasthauses. Es ging offenbar recht lustig zu und her an diesen Treffen, also beschlossen die sieben Musiker, sich zusammenzutun und gemeinsam aufzutreten. Aus diesen Stammtischen entstand die Mnozil Brass, die heute zu den besten Brass Ensembles Europas gehört.

Vielfalt, Raffinesse und Slapstick

Die Musiker liessen sich von Beginn weg nicht in ein traditionelles Schema pressen. Traditionelle Volksmusik, typische Blasmusik, Schlager, Jazz und Popmusik, Oper und Operette gehören zum Repertoire, immer ohne Noten gespielt, mit Raffinesse und Wiener Schmäh.

Der offizielle Trailer der Band zu ihrem Programm «Gold».

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Das Brass Ensemble hat seit 2000 fast jährlich eine neue Produktion auf die Bühne gebracht. Denn die Aufführungen sind nicht einfach nur Konzerte im herkömmlichen Sinn, sondern wahrhaftige Theaterproduktionen – die einen mehr, die anderen weniger. Aber immer mit einer grossen Portion Humor und Slapstick. 2001 wurde Mnozil Brass für den Amadeus Austrian Music Award nominiert, 2006 erhielt die Band den Salzburger Stier, der renommierteste Kleinkunstpreis im deutschen Sprachraum. In der Bläserszene ist Mnozil das Mass aller Dinge, oft kopiert, nie erreicht. Sie gehören zu den Besten ihres Fachs. An den Salzburger Festspielen 2008 waren sie mit einer Opernproduktion dabei. 2013 waren sie involviert in Bayreuth beim Richard-Wagner-Jubiläumsjahr.

Aufführungen überall auf der Welt

Mnozil Brass spielen rund 100 Konzerte im Jahr. Ihre Tourneen führten durch ganz Europa, aber auch nach Israel, China, Taiwan, Russland, Japan, Kanada, Amerika und Australien. Opern- und Konzerthäuser wie das Burgtheater in Wien, das KKL Luzern, die Royal Albert Hall in London, Opernhäuser von München, Stuttgart, Leipzig und viele mehr waren regelmässig ausverkauft oder zumindest gefüllt.

Das Video einer früheren Produktion mit dem «Olympic Medley».

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Wegen der Coronapandemie konnte Mnozil engagiert werden

Geplant war bekanntlich auch ein Remember-Konzert letztes Jahr. Aus bekannten Gründen musste das Konzert um ein Jahr verschoben werden. So war es aber möglich, das weltbekannte Ensemble nach Grenchen zu holen. Das Publikum kommt in den Genuss dieser einzigartigen Performance.

Die Aufführung steht auch unter einem besonderen Stern: Es war ein besonderer Wunsch und ein grosses Anliegen von Aldo Bigolin, dem kürzlich verstorbenen, langjährigen Präsidenten des Vereins Kuratorium Musikwoche Grenchen, die Mnozil Brass nach Grenchen zu holen. Bigolin, der 2017 die Internationale Musikwoche Grenchen nach 12 Jahren «wiederbelebt» hatte, war selber Blechbläser und grosser Fan der Mnozil Brass.

Das Best-of

Kommenden Donnerstag, dem 16. September, um 20 Uhr tritt Mnozil Brass im Rahmen des Remember-Konzerts der Internationalen Musikwoche Grenchen IMG, die nächstes Jahr stattfindet, im Parktheater auf.
«Rausch verursachendes Edelmetall, Schmelzpunkt bei 1064,18 °C, chemische Bezeichnung AU, Ordnungszahl 79. Meistens vorzufinden an Ringfingern, Zähnen und Olympionikinnenhälsen, häufig in Blattform, seltener als Schallplatte und vereinzelt angeblich sogar im Wienerherz. Und nicht zuletzt eben auch auf Blechblasinstrumenten.

Mnozil Brass schenkt sich und dem Publikum deshalb zum 28. Geburtstag eine Definitive Best Of Anthology Greatest Superhits Celebration Show, kurz: ‹Gold› – ‹Mit Abstand das Beste›», so beschreibt sich die Band selber auf ihrem Konzertflyer. Den 28. Geburtstag hätte man letztes Jahr gefeiert – diese Band feiert nie die runden Jubiläen – jetzt wird die Feier nachgeholt.

Parktheater, Donnerstag, 16. September, um 20 Uhr,
Türöffnung um 19 Uhr. Tickets sind erhältlich unter
www.img-grenchen.ch, bei der Infostelle BGU 
oder an der Abendkasse. Preise: CHF 79 / 69 / 59.
Eintritt nach den geltenden Vorschriften mit gültigem Covid-Zertifikat.

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