Gemeinderat Grenchen

Neun Einfamilienhäuser und drei Blöcke am «Muntershügel»

Bebauungskonzept Munters vom Grenchner Architekturbüro Bigolin + Crivelli

Bebauungskonzept Munters vom Grenchner Architekturbüro Bigolin + Crivelli

Der «Muntershügel» soll hochwertig überbaut werden. Der Gemeinderat wurde über den Bebauungsplan orientiert.

Im Mai 2019 hat die Stadt aus dem Landkredit eine grössere Parzelle zwischen Muntersweg und Garnbuchiweg von der Immobilienfirma Espace Real Estate gekauft - «zu einem günstigen Preis», wie Stadtbaumeister Aquil Briggen anlässlich der Gemeinderatssitzung vom Dienstag sagte.

Briggen informierte den Rat über die Resultate des durchgeführten Ideenwettbewerbs, welcher vom Grenchner Architekturbüro Bigolin+Crivelli gewonnen wurde, gefolgt von einem Projekt der Solothurner ssm Architekten. «Das zweitplatzierte Projekt, eine Clustersiedlung, beispielsweise für verschiedene Generationen, fanden wir ebenfalls so bestechend, dass wir schauen, ob es auf einem anderen, kleineren Landstück realisiert werden kann», meinte Briggen.

Neun Einfamilienhäuser und drei Blöcke

Das Siegerprojekt sieht eine gemischte Überbauung mit Parzellen für neun Einfamilienhäuser und drei Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen vor. In einer ersten Phase sollen laut Briggen die Einfamilienhäuser realisiert werden, für die es auch schon Interessenten gebe.
Dis Stadt macht den Bauherren einige Auflagen. So ist ein Gestaltungsplan vorgesehen, der beispielsweise die Ausrichtung der Gebäude an einer Baulinie vorgibt.

Die Wahl der Architekten bleibt aber den Bauherren frei. Um Spekulation zu verhindern, hat die Stadt ein Vorkaufsrecht bei Weiterverkauf, auch ist der Anschluss an eine Heizzentrale mit Erdsonde Pflicht. Noch nicht entschieden ist, ob das Land verkauft oder im Baurecht abgegeben wird.

Altes Schulhaus baufälliger als gedacht

Weniger gute Neuigkeiten hatte Briggen zu einem weiteren Baugeschäft zu verkünden. So ist der Zustand des Schulhauses I, heute das älteste Schulhaus der Stadt, schlechter als vermutet, wie man bei den nun begonnenen Renovations- und Umbauarbeiten festgestellt hat. Der Baukredit von 1,6 Millionen Fr. würde ohne Anpassungen des Projektes nicht ausreichen. Vor allem bei Statik und Brandschutz seien die Investitionen grösser als zuerst erwartet.

Um im Rahmen des von der Gemeindeversammlung beschlossenen Kredites zu bleiben, wurden jetzt diverse Abstriche beim Ausbau der oberen Stockwerke gemacht. So kann die Aula im Dachgeschoss nur noch für 50 Personen (bisher 100) ausgelegt werden. Der Einbau der Schulküchen im Parterre auf das Schuljahr 2021/22, der eigentliche Kern des Projekts, sei aber nicht gefährdet. Briggen räumte ein, dass die Abklärungen des baulichen Zustands im Vorfeld ungenügend waren und man daraus Lehren ziehen werde.

Klare Verhältnisse auf der Schulverwaltung

Der Gemeinderat hat ferner ein neues Organigramm für die Schulverwaltung beschlossen. Vorangegangen war eine längere Phase der Organisationsüberprüfung, die sich insofern als Knacknuss erwies, als die konkrete Aufgabenteilung zwischen dem Gesamtschulleiter (GL) und dem Inhaber der 2018 neu geschaffenen Stelle Leiter Dienste notorisch unklar war. Jetzt ist klar: der Leiter Dienste verantwortet nebst der Administration Schulverwaltung die Kitas, die Tagesstrukturen, den Vorkindergarten und das Ferienheim Prägelz.

Dem GL sind nebst den vier Schulleitern die Bereiche Schulsozialarbeit, Stadtbibliothek und Musikschule direkt unterstellt. Die Lohnverarbeitung Schulen wird zudem von der Finanz- zur Schulverwaltung verlagert. Die Reorganisation hat Verschiebungen von Pensen und Lohnklasseneinreihungen für mehrere Personen zur Folge, die vom Rat in geheimer Verhandlung auch gleich vorgenommen wurden.

Bedauert wurde, etwa von Robert Gerber (FDP), dass noch immer keine Lösung für die Schulhausabwarte vorliegt. GL Hubert Bläsi schlug vor, diese fachlich der Bauverwaltung zu unterstellen und administrativ den Schulen.

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