Bettlach

Neuer Ausschuss soll «Zähnteschür» in Bettlach langfristig sichern

Robert Mathys (l.) und Familie unterstützen Peter Gross und den Verein.

Robert Mathys (l.) und Familie unterstützen Peter Gross und den Verein.

Dank der «Mathys Stiftung für Kultur und Wohlfahrt» und einem erhöhten Gemeindebeitrag muss der Zähnteschür-Verein keine Angst vor roten Zahlen mehr haben. Die langfristige Lösung muss aber noch gefunden werden.

Der Zähnteschür-Verein atmet auf. Wie Präsident Peter Gross an der Generalversammlung erklärte, sind die Geldsorgen dank der Defizitgarantie der «Mathys Stiftung für Kultur und Wohlfahrt» und dem erhöhten Gemeindebeitrag für erste vom Tisch.

Die Unterstützung durch die Stiftung ist nur eine Zwischenlösung

Doch weil die Nachbarin – Anstoss der neuerlichen Sorgen des Vereins – weiterhin auf den Beschränkungen aufgrund der richterlichen Verfügung von 1987 beharrt, muss sich der Verein Gedanken machen, wie das Haus künftig ohne private Vermietungen rentabel betrieben werden kann; diese brachten jährlich zuletzt rund 8000 Franken ein.

Robert Mathys, selber Vereinsmitglied und Teil der stiftenden Familie, erklärte den rund 40 anwesenden Vereinsmitgliedern (von insgesamt 208), es sei klar gewesen, dass man die Zähnteschür unterstütze. Doch handle es sich nur um eine Zwischenlösung – nun müsse der Verein sich überlegen, wie man die Schür wieder aktivieren kann, wie man wieder mehr Leute in das kulturelle Haus locken will. Dabei sei es nicht ausgeschlossen, dass man in zwei, drei Jahren vielleicht doch zum Schluss komme, dass ein Verkauf die beste Lösung wäre. Was Mathys nicht hofft, «denn das wäre schade».

Auch Jura Immobilien interessiert

Die zündende Idee für eine künftige Nutzung fehlt noch. Wie Peter Gross am Freitag verriet, wird der Verein nun einen Ausschuss bilden, der sich der Frage explizit annimmt. Auch die Kaufangebote von Beat Leimer und der Jura Immobilien AG bleiben bestehen. «Das ist sehr grosszügig von den Investoren», erklärte Vereinspräsident Peter Gross beruhigt.

An der Versammlung wurde ausserdem deutlich, wie sehr der Bevölkerung die Zähnteschür am Herzen liegt. Das zeigten die Fragen und Anregungen aus der Versammlung. Hans Rudolf Zuber erklärte stellvertretend für die Meinung vieler, «wir müssen wieder mehr zusammenstehen und gemeinsam etwas tun, auch die Jungen.»

«Los Bettlecher, wei zämeha!»

Das kulturelle Leben in der Zähnteschür sei weiterzuführen, zum Wohl der ganzen Gemeinde. Vereinsmitglied Zuber zitierte das Zähnteschür Lied, welches die bewegte Geschichte des Hauses erzählt, das schon Ende der 1970er-Jahre von engagierten Dorfbewohnern vor dem Abriss gerettet wurde. Schon im Lied hiess es: «Los Bettlecher, wei zämeha! S treit jede öbbis by. De luegt das aute Lodderhus gly neu und prächtig dry». Ein weiteres Mal sind die Bettlacher und Bettlacherinnen nun gefragt, ihre «Zähnte» langfristig zu sichern.

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